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Panorama Umstrittene Auktion von Rhinozeros-Hörnern startet
Mehr Welt Panorama Umstrittene Auktion von Rhinozeros-Hörnern startet
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16:00 23.08.2017
Beliebt bei Wilderern: Zwei Nashörner, aufgenommen in der Nähe von Johannesburg in Südafrika. Quelle: dpa
Kapstadt

John Hume sagt, er habe eine Mission: Der Südafrikaner will Nashörner vor dem Aussterben bewahren. Mittlerweile zählt er 1500 Tiere zu seinem Bestand. Doch was Hume an diesem Mittwoch vorhat, klingt für Tierschützer alles andere als nach Arterhaltung. Er plant eine Online-Auktion von Rhinozeros-Hörnern. 264 der begehrten Hörner sollen online in Südafrika versteigert werden. Der Züchter argumentiert, er wolle den Wilderern so den Markt abgraben. Wenn man die Nachfrage vor allem aus Asien, wo das Horn als Potenz- und Heilmittel gilt, auf legalem Weg befriedige, würden die Preise fallen und das illegale Wildern lohne sich nicht mehr. Doch Tierschützer fürchten, die Aktion könne die Nachfrage nach dem begehrten Horn nur noch befeuern.

529 Nashörner wurden in sechs Monaten getötet

Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden in Südafrika 529 Rhinozerosse wegen ihrer Hörner getötet, 2016 waren es 1054. Dabei geht es um viel Geld auf dem Schwarzmarkt. Für ein Kilo Nashornpulver lassen sich rund 50 000 Euro herausschlagen. Erst Ende Juli war eine 24-jährige Chinesin mit elf 20 Kilogramm schweren Rhinozeros-Hörnern im Gepäck am Flughafen Johannesburg festgenommen worden. Kaum zwei Wochen später, am 11. August wurde dann eine 30-jährige Simbabwerin festgenommen, die in ihrem Koffer Rhinozeros-Horn unter elektrischem Gerät versteckt hatte.

Die Hörner werden am lebendigen Leib der Tiere abgesägt. Quelle: dpa

Der internationale Handel mit den Hörnern ist seit Jahren verboten, in Südafrika ist er immerhin ausgesetzt – doch der Schwarzmarkt floriert. Nachdem die Auktion von Hume nun bereits zweimal wegen fehlender Genehmigungen verschoben wurde, startete sie an diesem Mittwoch um 14 Uhr. Auf seiner Homepage verschwand am Mittwoch der Countdown bis zum Start und wurde ersetzt durch den Hinweis: „Erste legale Rhinozeros-Horn-Auktion in Südafrika“. Obwohl er keine konkreten Angaben zur Zahl der Bieter machen wollte, sind nach südafrikanischen Medienberichten „mehrere tausend“ Interessenten registriert.

Der nationale Verband der privaten Nashorn-Züchter (Private Rhino Owners Association/PROA) – dem die Schaffung einer zentralen Verkaufsorganisation vorschwebt – stellt sich hinter Hume und verweist auf dessen Verdienste zur Arterhaltung. Dank seines Zuchtprogramms seien immerhin 1150 Nashörner geboren worden.

Der Verkauf von Hörnern soll die Kosten der Züchter decken

Doch Tierschutz kostet Geld – und da müsse der Verkauf der Horn-Depots eben beitragen, die Kosten zu decken. Auch die für die Sicherheit: Immerhin, so der Verband, seien seit 2009 mehr als 1000 Nashörner auch in privaten Reservaten gewildert worden, die demnach 37 Prozent des gesamten Nashorn-Bestands ausmachen.

Tierschützer wie Robert Kless, Leiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland, verweisen darauf, dass Hume seine Auktion auf der Website neben Englisch auch in Chinesisch und Vietnamesisch bewirbt. Auch wenn nationale wie internationale Käufer das Horn legal gar nicht exportieren dürfen. „Hume behauptet, der Gewinn werde helfen, Nashörner besser zu schützen, aber die Tatsache, dass die Auktion so aggressiv in Ländern beworben wird, die die größte Nachfrage nach Rhinozeros-Horn haben, lässt uns an seinen Motiven zweifeln“, erklärt Kless und betont: „Wir glauben, es geht hier einzig und allein um persönlichen Profit und in keiner Weise um Artenschutz.“

Von dpa/nl/RND

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