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Panorama Was geschah wirklich in Kiel?
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17:40 29.02.2016
Drei Mädchen sollen in der Nähe des Kieler Hauptbahnhofs im Einkaufszentrum "Sophienhof" belästig worden sein. Quelle: dpa
Kiel

Am Freitag hatte die Polizei die Existenz von Fotos und Videos noch als Tatsache geschildert. Mehr als 20 Männer mit Migrationshintergrund sollen die Mädchen demnach massiv belästigt, verfolgt und gefilmt haben.

NDR 1 Welle Nord hat unter Bezug auf Informationen der Kieler Polizei berichtet, auf den Handys der beiden Hauptverdächtigen seien weder Fotos noch Videos gefunden worden. Ein Polizeisprecher sagte dagegen der Deutschen Presse Agentur, es sei noch nicht geklärt, ob es Aufnahmen gebe. Nun würden auch die Überwachungskameras des Sophienhofes ausgewertet, um zu sehen, wie viele Schaulustige unter den angeblich 20 bis 30 Männern waren.

Mitarbeiter von Restaurants im Sophienhof hatten den „Kieler Nachrichten“ das Geschehen aus ihrer Sicht geschildert und das Ausmaß der Übergriffe relativiert. So wurde ein Mitarbeiter eines Orient-Restaurants mit den Worten zitiert: „Das ist direkt vor meiner Nase passiert. Aber das war keine Massenbelästigung.“ Es seien nur die beiden Afghanen gewesen, die „einen auf dicke Hose“ gemacht hätten. „Wenn ich gesehen hätte, dass die Mädchen Angst gehabt hätten oder dass die Situation eskaliert, wäre ich sofort über den Tresen gesprungen und hätte eingegriffen.“ Von 30 Beteiligten habe er nichts wissen wollen, schrieb die Zeitung. Bei den anderen Menschen habe es sich um Neugierige gehandelt.

Von Matthias Hoenig

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