Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Über 60 Menschen sterben bei Zugunglück
Mehr Welt Panorama Über 60 Menschen sterben bei Zugunglück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:59 19.07.2010
Beim Zugunglück in Ostindien schleuderte die Wucht des Aufpralls ein Waggon-Dach auf eine Fußgängerbrücke. Quelle: ap

Beim Zusammenprall zweier Züge in Ostindien sind mindestens 61 Menschen getötet und 165 weitere verletzt worden. Ein Rundfunksender sprach sogar von 100 Todesopfern. Ein Schnellzug raste in der Nacht zum Montag in eine Regionalbahn, die gerade den Bahnhof Sainthia rund 200 Kilometer nördlich von Kalkutta verlassen wollte. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass das Dach eines Waggons auf die Fußgängerüberführung über den Gleisen geschleudert wurde. Zwei Personenwagen und ein Gepäckwagen wurden vollständig zerstört.

Eisenbahn-Ministerin Mamata Banerjee kündigte eine Untersuchung des Unfalls im Unionsstaat West-Bengalen an. Sie deutete an, der Zusammenstoß könnte durch Sabotage verursacht worden sein. "Wir haben ein paar Zweifel" ob es ein Unfall war, sagte Banerjee. Erst Ende Mai war nach einem Anschlag auf eine Bahnstrecke in West-Bengalen ein Zug entgleist, 145 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Behörden machten maoistische Rebellen für den Anschlag verantwortlich.

Die Polizei schloss hingegen bei dem jetzigen Unglück einen Anschlag aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei das Unglück auf menschliches Versagen zurückzuführen. Der Lokführer des Expresszuges könnte ein Haltesignal übersehen haben, hieß es. Auch der örtliche Katastrophenschutzminister Srikumar Mukherjee machte "Nachlässigkeit" bei der Bahn für das Unglück verantwortlich.

Bei dem Zusammenstoß am Montag kamen auch die beiden Lokführer des Schnellzugs ums Leben. Insgesamt bargen Rettungskräfte 61 Leichen aus den zerquetschten Wagen, wie Polizeisprecher Surajit Kar Purkayastha mitteilte. Die meisten Opfer wurden offenbar im Schlaf von dem Unglück überrascht. "Ich fühlte einen gewaltigen Ruck und einen lauten Krach, und dann hielt der Zug auf einmal an", sagte einer der Überlebenden, Lakshman Bhaumik, einem örtlichen Fernsehsender.

Andere Augenzeugen warfen den Rettungskräften vor, erst Stunden nach dem Unfall am Unglücksort eingetroffen zu sein: "Viele Stunden lang haben nur die Anwohner geholfen, und das war ohne Ausrüstung sehr schwierig", sagte ein nicht näher identifizierter Mann dem Fernsehsender NDTV. Die Polizei erklärte dagegen, die Rettungskräfte seien binnen einer Stunde eingetroffen.

Bahn-Ministerin Mamata Banerjee, die selbst aus Westbengalen stammt, sicherte den Familien von vermissten und verletzten Insassen Hilfszahlungen zu.

Die vom Staat betriebene Bahn ist das wichtigste Verkehrsmittel in Indien. Das Schienennetz ist mit 63 000 Kilometern eines der längsten der Welt. 9000 Züge befördern täglich mehr als 18 Millionen Passagiere. Jährlich werden in dem Land rund 300 Zugunglücke verzeichnet.

ap, dpa, afp

Im Kampf gegen die Ölpest vor der US-Küste gibt es neue Probleme. Die US-Regierung wies am Sonntagabend (Ortszeit) auf ein Leck in der Nähe des Bohrlochs hin. Zugleich sprach Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung, von „unbestimmten Anomalitäten“ am Bohrloch.

19.07.2010
Panorama Herzversagen durch massive Gewalt ausgelöst - Hält die Mordanklage im Fall Dominik Brunner stand?

Dominik Brunner starb aus medizinischer Sicht nicht unmittelbar an den Schlägen und Tritten, die die Angeklagten Sebastian L. und Markus S. ihm versetzten, sondern an Herzstillstand. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dies am Sonnabend – und hält dennoch an der Mordanklage gegen die beiden Heranwachsenden fest.

18.07.2010

Jockeys auf Pferden sind nichts Ungewöhnliches. Aber Jockeys auf Ochsen sind dagegen oberhalb des Weißwurstäquators ein seltener Anblick. Dass schnelle Ochsen auch im Norden beliebt sind, zeigt sich am Rennsonntag im niedersächsischen Rodenkirchen.

18.07.2010