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Panorama Zuerst lachen die Raser – dann lacht die Polizei
Mehr Welt Panorama Zuerst lachen die Raser – dann lacht die Polizei
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19:47 18.08.2016
Lachend in die Radarfalle: Offenbar wussten die vier Männer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, dass an dieser Stelle der Autobahn ein Blitzer steht. Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd/dpa
München

Die Polizisten konnten sich eine gewisse Genugtuung nicht verkneifen. Ihrer Pressemitteilung gaben die Ermittler den Titel: "V wie Victory". Sie hätten auch schreiben können. Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Am 1. August waren vier Touristen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Mietwagen über die Autobahn 8 gebrettert. Eine Radarfalle blitzte sie, als sie 193 anstatt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde fuhren.

Männer posieren für Blitzer-Foto

Auf dem Foto machen sie aber keinen überraschten oder erschrockenen Eindruck. Vielmehr scheint es, als posierten sie für ein Erinnerungsfoto: Alle vier Touristen lachen in die Kamera, die beiden Männer auf der Rückbank schieben sich dafür extra weit nach vorne. Der Beifahrer zeigt außerdem siegessicher das Victory-Zeichen.

Die Polizei geht deshalb davon aus, dass die Touristen die stationäre Radarfalle an dieser Stelle kannten und sich absichtlich blitzen ließen. Anders sei es nicht zu erklären, dass sie so "fröhlich-feixend" auf dem Foto zu sehen seien, meinten die Ermittler. Wahrscheinlich lachen nur wenige Autofahrer in die Kamera, wenn sie geblitzt werden.

Am Ende ist die Polizei der Gewinner

Aber vermutlich haben die Touristen auch gedacht, dass sie bereits wieder auf dem Rückweg in die Heimat sind, bevor sie ermittelt worden sind – und dass die Vereinigten Arabischen Emirate zu weit weg für die deutsche Polizei sind. Einige Tage später sollte ihnen das Lachen aber vergehen.

"Dass sich am Ende der Geschichte aber die Polizei als 'Gewinner' sehen darf, kam so", schreiben die Ermittler: Die Beamten der Autobahnpolizeistation Holzkirchen hätten schnell ermitteln können, wann das Fahrzeug zurückgebracht werden muss.

Raser müssen Geld zusammenkratzen

Und so warteten bereits die Kollegen der Flughafenpolizei am Schalter der Mietwagenfirma am Flughafen München auf die vier Touristen als sie den Wagen wieder abgeben wollten. Die Beamten forderten vom 20-jährigen Fahrer des Autos 1263,50 Euro als "Sicherheitsleistung" für die Geschwindigkeitsübertretung.

Der Fahrer habe allerdings nicht genug Geld bei sich gehabt, berichtete die Polizei. Alle vier Männer hätten deshalb am Geldautomat das Geld "zusammengekratzt". Erst dann hätten sie einchecken und Deutschland in Richtung Heimat verlassen dürfen.

RND/wer

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