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Panorama Tödliche Brandattacke: Ehemann muss in Psychiatrie
Mehr Welt Panorama Tödliche Brandattacke: Ehemann muss in Psychiatrie
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12:43 30.08.2017
Im Prozess um den qualvollen Feuertod einer 38-Jährigen wurde am Mittwoch das Urteil am Landgericht Kiel gesprochen. Quelle: dpa
Kiel

Der 41-Jährige habe seine Frau am 7. Dezember 2016 im Wahn mit Benzin überschüttet und angezündet, urteilte das Kieler Landgericht am Mittwoch. Das 38-jährige Opfer – Mutter zweier kleiner Kinder – starb einen qualvollen Feuertod.

Beim Prozessauftakt am Landgericht Kiel hatte Koffi W. (41) gestanden, seine Frau auf offener Straße mit Benzin übergossen und angezündet zu haben, berichten die Kieler Nachrichten. Den Tod seiner 38-jährigen Frau leugnete er jedoch immer wieder vor Gericht, selbst als ihm Bilder des Leichnams gezeigt wurden. Über 90 Prozent der Körperoberfläche des Opfers waren verbrannt.

Die Staatsanwaltschaft wertete den tödlichen Brandanschlag von Kronshagen als grausamen heimtückischen Mord - begangen im Zustand der Schuldunfähigkeit. Da der 41-Jährige als psychisch krank gilt, kann er nicht strafrechtlich belangt werden. Laut Gutachten sei er aber weiterhin gefährlich. Die Staatsanwältin beantragte daher in dem Sicherungsverfahren die dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in der Psychiatrie. Der Verteidiger verzichtete im Prozess auf einen eigenen Antrag.

Rückblick: Frau starb nach Brandattacke

Am 7. Dezember 2016 wurde Delali Assigbley vor dem Mare-Klinikum in Kronshagen von ihrem Mann (41) mit Benzin übergossen und angezündet. Lichterloh brennend versuchte die 38-jährige Mutter zweier kleiner Kinder zu fliehen. Noch am selben Tag starb sie in einer Spezialklinik in Lübeck an den Folgen der Brandattacke. Der 41-jährige Ehemann kam in Gewahrsam.

Die Söhne der Getöteten wurden vom Jugendamt in Obhut genommen und in eine erfahrene Pflegefamilie gebracht. Die ursprüngliche Überlegung des Jugendamts, die Kinder der aus Togo stammenden Familie zu Verwandten nach Karlsruhe (Baden-Württemberg) zu geben, hatte sich zerschlagen. In einer großen Welle der Hilfsbereitschaft spendeten Leser der Kieler Nachrichten für die zwei Jungen insgesamt 150.000 Euro. Mit der Spende soll die Ausbildung der Kinder abgesichert werden.

Von RND/Kieler Nachrichten

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