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Panorama Tipps für ein Wochenende im verschneiten Harz
Mehr Welt Panorama Tipps für ein Wochenende im verschneiten Harz
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00:16 09.01.2017
Von Karl Doeleke
Viel Verkehr auf dem Wurmberg: Das größte Skigebiet im Harz war Freitag bereits gut besucht, an der Gondel im Tal kam es zu Wartezeiten. Foto: Heußinger
Goslar/Braunlage

Der Harz bietet Wintersportlern an diesem Wochenende ideale Bedingungen. Nach Angaben des Tourismusverbandes liegen in den Skigebieten 25 bis 40 Zentimeter Schnee. Daran ändert sich auch nichts „Weil es kalt bleibt, bleibt auch der Schnee liegen“, sagt Christina Faust. Mehr als die Hälfte der 52 Pisten im Harz seien für Skifahrer geöffnet, viele Loipen für Langlaufski gespurt. Auch Rodelfans und Winterwanderer kommen auf ihre Kosten. Es dürfte allerdings voll werden.

Auch die Unterkünfte seien sehr gut gebucht, vor allem in den Ski-Hochburgen, warnt Christina Faust. Kurzentschlossene sollten sich vor der Abreise informieren. Man könne auch nach Bad Harzburg, Goslar oder Thale ausweichen und mit dem Auto in die Wintersportgebiete fahren.

Schöne Winterwanderungen

Es muss nicht immer der Ski-Zirkus sein. Wer die Ruhe sucht, findet auf den verschneiten Bergen und in den Tälern im Harz wunderschöne Wanderwege. Christin Faust vom Harzer Tourismusverband empfiehlt Wanderungen mit einer Fahrt mit der Brockenbahn zu verbinden.
Schön sei es, von Wernigerode nach 3-Annen-Hohne zu fahren. „Dort gibt es zahlreiche Wanderwege“, sagt Faust. „Oder man fährt noch höher bis nach Schierke.“ Von dort biete sich eine Wanderung auf den höchsten Berg im Harz, den 1141 Meter hohen Brocken, an. Dort liegen derzeit 35 Zentimeter Schnee. Man könne aber auch im Schierker Gebiet bleiben und die vier Kilometer lange Panorama-Runde nehmen.
Auch in Niedersachsens höchstgelegener Gemeinde Torfhaus gebe es schöne Wanderwege, meint Faust, etwa den 4,7 Kilometer langen Goetheweg bis Eckersprung. Start und Ziel liegen jeweils am Großparkplatz an der Bundesstraße 4.
Eine Winterwanderung in Bad Harzburg könne man mit einer Seilbahnfahrt verbinden, schlägt Faust vor. Dort könne man auch den noch relativ neuen Baumwipfelpfad besuchen. „Das ist mal ein ganz anderes Bild, wenn die Bäume weiß sind.“

Für die Sportlichen: 
Der Wurmberg

Der 971 Meter hohe Wurmberg in Braunlage ist das mit Abstand größte Skigebiet im Harz. Schneekanonen sorgen für Schneesicherheit bei Winterwetter. Gestern waren vier von sechs Liften und 85 Prozent der Pisten geöffnet. Skifahrer müssen sich bei großem Andrang allerdings gedulden. Gestern kam es zu Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde an der Gondel im Tal. Die Rodelbahn ist 1600 Meter lang.
Abfahrt: 15 Abfahrten mit 12,5 Pistenkilometern (derzeit nicht alle geöffnet).
Tageskarte: 32 Euro, Kinder 16 Euro, Schüler und Studenten 24 Euro.
Parken: Insgesamt 1000 Parkplätze, 5 Euro Parkgebühr pro Tag.

Für Familien: Der Bocksberg

Nicht ganz so groß wie der Wurmberg, dafür gemütlicher ist das Ski­gebiet auf dem 726 Meter hohen Bocksberg in Hahnenklee. Seit drei Jahren gibt es einen neuen Sessellift, der die alte Kabinenbahn entlastet und mehr Tempo ins Skigebiet bringt. Die Rodelbahn ist mit 1,4 Kilometern eine der längsten im Harz. Es gibt eine 14 Kilometer lange gespurte Loipe, und Wanderern stehen etliche Wege zur Verfügung. Die Bob-Bahn ist auch im Winter geöffnet.
Abfahrt: Vier Lifte bringen Skifahrer auf fünf Pisten mit insgesamt 4,1 Kilometern Länge (nicht alle geöffnet).
Tageskarte: 27,90 Euro, Kinder
(4–14 Jahre) zahlen 16,90 Euro.
Parken: Es gibt fünf Parkplätze, einen direkt an der Talstation.

Für Anspruchsvolle: Der 
Matthias-Schmidt-Berg

In St. Andreasberg wird schon seit Ende des 18. Jahrhunderts Skisport betrieben. Inzwischen sorgen Beschneiungsanlage für Schneesicherheit, wenn die Temperaturen stimmen. Die Pisten sind nicht sehr lang, wer aber vergleichsweise anspruchsvolle Abfahrten sucht, ist am Matthias-Schmidt-Berg genau richtig. Drei von sechs Pisten sind im höchsten Schwierigkeitsgrad schwarz eingestuft. Anfänger schätzen dafür, dass die Pisten hier breiter als anderswo im Harz sind.
Abfahrt: Fünf Lifte bringen Skifahrer auf sechs Pisten mit 4,6 Kilometern Länge (nicht alle geöffnet).
Tageskarte: 27 Euro, Kinder (5–15 Jahre) zahlen 17 Euro Schüler und Studenten 25 Euro.
Parken: Der große Parkplatz am Skigebiet ist kostenfrei.

Die Alternative: 
Langlauf und Rodeln

In den meisten Orten im Harz sind die Langlaufloipen präpariert. Am Freitag waren nach Angaben des Harzer Tourismusverbandes rund 70 Strecken geöffnet und 241 der insgesamt 708 Kilometer gespurt. Allein in St. Andreasberg sind 13 Loipen befahrbar, in Altenau und Braunlage sind es zehn Loipen, in Schierke neun, in Torfhaus und Hohegeiß sechs und in Clausthal fünf.
Auch die Rodelfans kommen an diesem Wochenende im Harz auf ihre Kosten. Der Klassiker unter den Rodelstrecken befindet sich in Torfhaus direkt an der Bundesstraße 4. In St. Andreasberg gibt es neben dem Kurhaus eine der wenigen Snow-Tubing-Strecken im Harz – gerodelt wird nicht auf Kufen, sondern auf „Tubes“, auf Gummischläuchen. In Wildemann gibt es am Wochenende zum Rodeln Getränke, warme Würstchen und heiße Suppe vom Kiosk.

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