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Panorama Tierschützer warnt vor Toten bei Auseinandersetzung mit Walfängern
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10:02 12.07.2010
Warnt vor tödlichen Auseinandersetzungen: Aktivist Peter Bethune. Quelle: ap

Walfanggegners Peter Bethune warnt. Es mangele nicht an Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen wollten, sagte Bethune am Montag bei einer Pressekonferenz in Wellington. Wenn jemand sterben werde, dann ein Aktivist seiner Bewegung „Sea Shepherd“. Der Konflikt zwischen japanischen Walfängern und Umweltschützern sei zu einem „schmutzigen Krieg“ ausgeartet. Zugleich warf der 45 Jahre alte Neuseeländer der Regierung seines Landes vor, sich während seiner fünfmonatigen Haft in Japan nicht ausreichend für ihn eingesetzt zu haben.

Bethune war am Mittwoch in Tokio zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt und zwei Tage später abgeschoben worden. Er war im Februar von japanischen Walfängern festgehalten worden, nachdem er in der Antarktis an Bord des Begleitschiffs „Shonan Maru 2“ geklettert war. Die Anklage warf ihm Körperverletzung, widerrechtliches Eindringen, gewaltsame Behinderung von Geschäftsaktivitäten, Zerstörung von Eigentum und Verletzung des japanischen Waffenkontrollgesetzes vor.

Bethune bekannte sich in vier der Anklagepunkte schuldig, den Vorwurf der Körperverletzung wies er jedoch zurück. Er hatte eine Stinkbombe aus Buttersäure geworfen, nach Angaben der Staatsanwaltschaft erlitt ein 24-jähriges Mannschaftsmitglied durch die Säure Verbrennungen im Gesicht. Außerdem trug er ein Messer bei sich, um ein Sicherheitsnetz zu durchschneiden.

Bethune war Kapitän des futuristischen Schnellboots „Ady Gil“, das während einer Verfolgungsjagd im Januar mit der „Shonan Maru 2“ zusammengestoßen war. Der Trimaran zerbrach dabei in zwei Teile, die sechs Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Im Februar enterte Bethune von einem Jet-Ski aus das Begleitschiff der japanischen Walfangflotte, um dem Kapitän eine Rechnung über drei Millionen Dollar (2,2 Millionen Euro) für die Zerstörung der „Ady Gil“ zu überreichen. Dafür landete er vor Gericht.

„Sea Shepherd“ setzt sich seit Ende der 70er Jahre mit nach eigenen Angaben radikalen Methoden gegen den Walfang ein. Die Bewegung hat prominente Unterstützer aus Hollywood, unter anderem Sean Penn, Pierce Brosnan und Martin Sheen.

afp

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