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Tausende nehmen in Boston Abschied von Edward Kennedy

trauerfeier Tausende nehmen in Boston Abschied von Edward Kennedy

Tausende Menschen haben am Freitag dem verstorbenen US-Senator Edward „Ted“ Kennedy die letzte Ehre erwiesen. Vor der John-F.-Kennedy-Bibliothek in Boston warteten sie stundenlang, um sich von Kennedy zu verabschieden.

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Abschied von Ted Kennedy: „Wir möchten ihm unseren Respekt entgegenbringen und uns dafür bedanken, was er getan hat." 

Quelle: afp

Nach einem Trauergottesdienst am Sonnabendmorgen, zu dem auch US-Präsident Barack Obama reisen wird, soll Kennedy auf dem Arlington-Nationalfriedhof bei Washington beigesetzt werden.

„Wir möchten ihm unseren Respekt entgegenbringen und uns dafür bedanken, was er getan hat“, sagt die 40-jährige Trisha McLaughlin, die ihre 80-jährige Mutter im Rollstuhl vor sich herschiebt. Kennedys Leichnam hatte am Donnerstagnachmittag in einem mit einer US-Flagge geschmückten Sarg den Wohnsitz der Familie in Hyannis Port in Richtung Boston verlassen. In Boston ließ Bürgermeister Thomas Menino 47 Mal die Glocken läuten - zum Zeichen der 47-jährigen Amtszeit als US-Senator. Der Senator war am Dienstagabend im Alter von 77 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Kennedys Sitz im US-Senat soll nach seinem Tod möglichst schnell neu besetzt werden. Der Gouverneur des Bundesstaates Massachusetts, Deval Patrick, sprach sich am Donnerstag in einem Interview für eine Gesetzesänderung aus, die es erlauben würde, das Senatsmandat bis zu einer Neuwahl fünf Monate provisorisch zu vergeben. Auch Kennedy selbst hatte sich in einem Brief wenige Tage vor seinem Tod für eine solche Regelung ausgesprochen. Demnach soll der Gouverneur von Massachusetts für eine Übergangszeit einen Senator für den Bundesstaat bestimmen können.

Nach derzeit geltendem Recht würde Kennedys Sitz im Senat bis zur Wahl eines Nachfolgers 140 bis 160 Tage unbesetzt bleiben. Bei den Plänen der Demokraten von US-Präsident Barack Obama für eine Gesundheitsreform, die im Herbst verabschiedet werden soll, kommt es möglicherweise aber auf jede Stimme im Kongress an. Vor rund einem Jahr hatte Kennedy das Reformprojekt auf einem Parteitag zum „Anliegen seines Lebens“ erklärt.

Obama wird bei dem Trauergottesdienst am Sonnabend in der römisch-katholischen Basilika Our Lady of Perpetual Help eine Ansprache zu Ehren Kennedys halten. Auch der frühere US-Präsident George W. Bush wird bei der Trauerfeier für Kennedy erwartet. Er und seine Frau Laura hätten eine entsprechende Einladung der Familie Kennedy angenommen, teilte Bushs Büro mit. Nach der Trauerfeier soll Kennedy auf dem Arlington-Nationalfriedhof bei Washington beigesetzt werden - dort liegen bereits seine ermordeten Brüder, der einstige US-Präsident John Fitzgerald und Robert.

Unterdessen gab das Verlagshaus Twelve bekannt, Kennedys Memoiren bereits am 14. September zu veröffentlichen. Nach Angaben des Verlagshauses sollte das Werk im Oktober erscheinen, wurde jedoch nun anlässlich des Todes vorgezogen. Kennedys Buch mit dem Titel „True Compass“ („Wahrer Kompass“) beschreibt demnach seine Jahre als Senator und beginnt im Jahr 1960 mit dem Präsidentschaftswahlkampf seines Bruders John F. Kennedy.

afp

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