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Panorama Syrischer Junge auf offener Straße angeschossen
Mehr Welt Panorama Syrischer Junge auf offener Straße angeschossen
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14:54 07.02.2017
In Bad Salzuflen hat jemand mit einem Luftgewehr auf einen syrischen Jungen geschossen. Quelle: Friso Gentsch
Bad Salzuflen

Die Familie des Jungen habe am Sonntag in Bad Salzuflen ins Auto einsteigen wollen, als der Junge plötzlich geschrien und sich an die Brust gefasst habe, schreibt das „Westfalen-Blatt“. Das Kind habe geblutet. Die Eltern seien deshalb mit ihm zum Krankenhaus nach Herford gefahren.

Dort hätten Ärzte das Projektil eines Luftgewehrs (ein sogenanntes Diabolo) aus der Brust des Jungen entfernt. Lebensgefahr habe nicht bestanden. Die Mordkommision der Polizei Bielefeld ermittelt.

Kugel durchschlug die Kleidung

Wie der „Westdeutsche Rundfunk“ berichtet, stamme die Familie aus Krefeld und habe in Bad Salzuflen Freunde besucht. Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv, einen Nachbarschaftsstreit oder eine Beziehungstat gebe es bisher nicht, meldete der WDR. Die Ermittler gingen zwar davon aus, dass der Täter gezielt auf den Jungen geschossen habe, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Vetter am Dienstag auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschlands (RND). Aber wahrscheinlich habe der Schütze sein Opfer zufällig ausgewählt.

Wie der WDR weiter berichtet, durchschlug das Projektil die Kleidung des Jungen und drang in den Körper ein. Das sei für ein Luftgewehrprojektil ungewöhnlich, sagte Vetter. Entweder sei der Schuss aus kurzer Distanz abgegeben worden. Oder es handle sich um eine Waffe, die in Deutschland nicht zugelassen sei, sagte der Oberstaatsanwalt dem RND.

Vermutlich habe der Täter aus einem der umliegenden Häuser oder Straßen auf das Kind geschossen, schreibt die „Lippische Landeszeitung“. Bisher gebe es aber keine Hinweise auf Waffe oder Täter, sagte Vetter.

Von RND/wer

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