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Panorama Staatsanwalt will Vergewaltigungsurteil anfechten
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19:24 24.10.2016
Einmal Haft, viermal Bewährung: Vielen war das Urteil gegen fünf junge Leute zu milde. Quelle: Markus Scholz
Hamburg

Das Landgericht Hamburg hatte am vergangenen Donnerstag fünf Täter zu Haftstrafen verurteilt, fast alle auf Bewährung. Vier der jungen Angeklagten hatten das betrunkene Mädchen im Februar sexuell missbraucht. Eine 15-Jährige filmte die Tat und gab Regie-Anweisungen. Anschließend ließen sie die 14-Jährige bei eisigen Temperaturen leicht bekleidet in einen Hinterhof im Stadtteil Harburg liegen. Im Krankenhaus hatte das Mädchen noch eine Körpertemperatur von 35,4 Grad.

Die vier jugendlichen Angeklagten erhielten Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren. Nur ein 21-Jähriger, der nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wurde, muss für vier Jahre in Haft. „Das hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun“, hieß es in einer Petition auf der Online-Plattform Change.org. Fast 22 000 Unterstützer fand der Aufruf bis Montagabend.

Frombach betonte, von solchen Petitionen lasse sich die Anklagebehörde bei ihrer Arbeit nicht beeinflussen. „Wir wollen das Urteil überprüfen lassen“, erklärte sie. „Das entspricht zwar in Teilen, aber nicht in allen Bereichen unserem Antrag.“ Bei einem 16-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten beantragt, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Bei zwei anderen Jugendlichen (14 und 17 Jahre) hatte die Anklage auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren plädiert, die Entscheidung über eine Bewährung in diesen beiden Fällen sollte noch mal zurückgestellt werden. „Die Revision ist ein Rechtsmittel, bei der das Urteil nur auf Rechtsfehler überprüft werden kann“, erklärte Frombach. Man müsse also nun die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. „Dann müssen wir noch mal prüfen, ob tatsächlich auch Fehler im Urteil erkennbar sind, die anfechtbar sind.“ Der Vorsitzende Richter Georg Halbach hatte die Bewährungsstrafen unter anderem mit den Geständnissen und guten Sozialprognosen der Angeklagten begründet.

Im Prozess konnte das Mädchen nicht befragt werden, weil laut Gericht nicht bekannt ist, wo es inzwischen ist. Die „Bild am Sonntag“ berichtete, dass ein Berliner Jugendamt für das Mädchen zuständig ist. Die Zeitung zitierte Christine Siegrot, Anwältin des Mädchens: „Der Prozess und die mediale Aufmerksamkeit waren für meine Mandantin sehr belastend. Dass sie als Zeugin nicht erreichbar war, heißt nicht, dass sie spurlos verschwunden ist.“

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