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Panorama So viele Langzeitstudenten gibt´s in Niedersachsen
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18:49 23.03.2017
Von Michael B. Berger
TU Braunschweig: Hinter jedem Langzeitstudenten ein Schicksal.
Hannover

Manager, Landes- und Bundespolitiker - alle preisen das lebenslange Lernen, um in dieser Gesellschaft fit zu bleiben. Ein Student der Technischen Universität Braunschweig hat das offenbar auf eigene Weise verinnerlicht: Seit 88 Semestern ist er eingeschrieben, also seit 44 Jahren.

Was der nicht mehr ganz junge Mann macht, verrät Unisprecherin Elisabeth Hoffmann nicht: Persönlichkeitsschutz. Aber lukrativ sei so ein Langzeitstudium nicht, denn der Ungenannte müsse 500 Euro im Semester zahlen, weil er deutlich über der Regelstudienzeit liege. So wie 7394 weitere Unersättliche, die das Wissenschaftsministerium an Niedersachsens Hochschulen und Universitäten im Sommersemester 2016 ausgemacht hat - das sind 3,6 Prozent aller Studierenden.

So seien die Superlangzeitstudenten eher die Ausnahme, heißt es an den Universitäten. „Exmatrikulieren können wir sie aufgrund der Hochschulordnung nicht, es sei denn, ein Diplomstudiengang läuft aus“, sagt Sprecherin Hoffmann. Die Fakultäten achteten aber auf ihre Kandidaten, böten Hilfe an. „Hinter jedem Langzeitstudenten steckt auch ein Schicksal“, sagt Sabine Chmielewski von der Hochschule Hannover.

Das sieht offenbar auch das Wissenschaftsministerium so, das Studierenden nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern noch ein „Studienguthaben“ von weiteren sechs einräumt: „Viele haben noch einen Job oder bekommen Kinder.“ Niedersachsens CDU fordert für die Uraltsemester jetzt die Exmatrikulation. Das bliebe den Hochschulen vorbehalten, erklärt das Ministerium.

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