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Panorama Skisaison im Harz lässt auf sich warten
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21:51 18.12.2015
Die Schneekanonen kann Dirk Nüsse erst anstellen, wenn es kälter wird. Quelle: Swen Pförtner / dpa
Braunlage

Die Seilbahn fährt wieder zum Gipfel des 971 Meter hohen Wurmberges, die Schneekanonen stehen bereit. Damit der Geschäftsführer die Pisten aber in ein Paradies für Wintersportler verwandeln kann, müssen die Temperaturen sinken. Doch das tun sie nicht. „In diesem Jahr wird es höchstwahrscheinlich kein Skiwetter geben“, sagt Jutta Perkuhn vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Für diese Jahreszeit ist es viel zu mild.“

Sorgen um eine schlechte Wintersportsaison macht sich Nüsse aber noch nicht. „Ich habe jetzt keine Depressionen deswegen“, sagt er - und ist sich sicher, dass es in den nächsten drei Wochen vorbei sein wird mit den frühlingshaften Temperaturen. Schließlich ließ der Winter auch in den letzten Jahren etwas länger auf sich warten. Ohnehin ist der Seilbahnbetreiber nicht darauf angewiesen, dass es schneit: „Kälte reicht uns vollkommen.“ Denn wenn die kommt, können er und seine Mitarbeiter sofort reagieren und mithilfe der Schneekanonen innerhalb einer Woche die Pisten für Ski- und Snowboardfahrer präparieren. „Das ist schon ein Vorteil: Früher mussten wir noch viel mehr bangen, weil wir auf Schneefälle angewiesen waren.“ Das Skigebiet am Wurmberg wurde 2013 für mehr als 10 Millionen Euro ausgebaut und mit Dutzenden Schneekanonen zur künstlichen Beschneiung ausgestattet. So war die letzte Saison eine der erfolgreichsten: Dank des Kunstschnees gab es 105 Skitage. Rund 200 000 Skifahrer kamen nach Braunlage.

Auch in Hahnenklee bei Goslar wird in den Wintersport investiert. In dem Kurort wird in dieser Saison ein neuer Pisten-Bully für die Langlaufstrecken eingesetzt. Rund 100 000 Euro hat das Loipenspurgerät gekostet, das die 12,5 Kilometer lange Strecke perfekt spuren können soll. In Hahnenklee muss es aber Schnee geben, künstlich beschneit wird hier nicht.

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für die kommenden Tage weiterhin mildes Wetter ohne viel Niederschlag - also eher Wanderwetter. Dennoch ist die Nachfrage nach Zimmern im Harz groß, wie Andreas Bartels, Tourismuschef in Braunlage, bestätigt. Auch wenn Gäste immer wieder nach Schnee fragten. Zu den Festtagen und dem Jahreswechsel seien nur noch vereinzelt Unterkünfte frei. „Das Mittelgebirge hat eben den Vorteil, dass es nicht nur auf den Wintersport ausgerichtet ist“, meint Nüsse und verweist auf die schönen Wanderwege und historischen Städte. Und hofft auf einen knackig-kalten Jahresbeginn.

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