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Panorama Anzeigen gegen Wenzel reißen nicht ab
Mehr Welt Panorama Anzeigen gegen Wenzel reißen nicht ab
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15:04 17.10.2016
Der auffällig gewordene Wolf Kurti, offiziell MT6 genannt, trug ein Sendehalsband und war daher gut zu erkennen. Im April wurde der zweijährige Rüde erschossen. Quelle: Knorr (Archiv)
Hannover

Nachdem MT6 sich mehrfach Menschen genähert und einmal sogar einen Hund angegriffen hatte, hat das Umweltministerium im April beschlossen, ihn zu entnehmen. Das kann bedeuten, den Wolf abzuschießen oder auch ihn in ein Gehege zu sperren. Mehrere Naturschutzverbände, unter anderem der Nabu ebenso wie die Landesjägerschaft nannten es aber Quälerei, wenn das an Freiheit gewöhnte Tier eingesperrt würde. Daraufhin erteilte Wenzel am 27. April die Anweisung, MT6 abzuschießen, oder – wie es im Behördendeutsch heißt – letal zu entnehmen.

Es war der erste behördlich angeordnete Abschuss seit der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland. Entsprechend groß war das bundesweite Aufsehen und auch die Kritik an der Entscheidung. Viele Wolfsfreunde stellten anschließend bei der Polizei Anzeigen gegen Wenzel oder auch den Schützen, dessen Name anonym geblieben ist und von dem man nur bekannt wurde, dass er ein Polizist aber kein Jäger ist. Die Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Hannover übernommen, die irgendwann 140 Anzeigen allein gegen Wenzel zählte. Das war im Juli und zu diesem Zeitpunkt traf die Behörde die Entscheidung, dem Fall nicht weiter nachzugehen. Das Umweltministerium habe überzeugend darlegen können, dass die Entscheidung für den Abschuss des Wolfs wohl abgewogen und gut begründet sei, sagte die Erste Staatsanwältin Kathrin Söfker. Ein Anfangsverdacht auf Verstoß gegen das Tierschutz- oder Naturschutzgesetz liege daher nicht vor. Das Verfahren wurde eingestellt.

Doch die Wut über den Abschuss hat sich dadurch noch nicht gelegt. Seit der Einstellung des Verfahrens seien weitere etwa 30 Anzeigen gegen Wenzel eingegangen, sagte Söfker. Diese hätten allerdings keine neuen Anhaltspunkte erbracht und würden daher auch nicht zu einem neuen Verfahren führen.

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