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Panorama Sechs tote Jugendliche in Gartenlaube gefunden
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22:33 29.01.2017
In Bayern wurden sechs tote Jugendliche in einer Gartenlaube gefunden. Die Todesursache ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Quelle: dpa
Arnstein

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg am Sonntag berichtete, hatte der Mann seit Samstag keinen Kontakt zu seinen Kindern. Sie hatten am Abend eine Party in der Gartenlaube gefeiert. Das Grundstück liegt etwas abgelegen in Arnstein im Landkreis Main-Spessart, berichtet die „Main Post“.

Ein besorgter Vater hat am Sonntagmorgen in Arnstein die Leichen von sechs jungen Frauen und Männern entdeckt, darunter seine eigenen Kinder. Die Teenager hatten am Vorabend eine private Feier in der Gartenlaube veranstaltet.

Nachdem der Mann nichts mehr von seinen Kindern gehört hatte, habe der besorgte Vater nachsehen wollen, ob alles in Ordnung sei, berichtete die Polizei weiter. Kurz nach 11 Uhr habe er dann die grausame Entdeckung gemacht: In der Gartenlaube habe er seinen Sohn, seine Tochter und vier weitere Jugendliche gefunden – alle sechs seien „regungslos“ gewesen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Bisher keine Hinweise auf Gewaltverbrechen

Der Mann habe sofort den Rettungsdienst verständigt. Aber der Notarzt habe nur noch den Tod der Jugendlichen feststellen können. Der Vater und die weiteren Angehörigen der sechs Toten würden von Notfallseelsorgern und örtlichen Pfarrer betreut. Die Jugendlichen im Alter von 18 und 19 Jahren stammen aus den Landkreisen Main-Spessart und Schweinfurt. Es handelt sich um fünf Männer und eine Frau.

„Die Hintergründe, die zum Tod der sechs Personen geführt haben sind derzeit noch völlig unklar“, erklärte die Polizei. „Es liegen derzeit aber keinerlei Hinweise vor, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten würden.“ Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Die Leichen sollen obduziert werden. Bis Ergebnisse vorliegen, werde es aber einige Tage dauern, sagte ein Polizeisprecher.

In der Hütte befand sich nach Polizeiangaben ein Holzofen, der während der Feier in Betrieb war. Theoretisch sei daher eine Kohlenmonoxidvergiftung möglich, sagte ein Polizeisprecher. Aber ob der Ofen in Zusammenhang mit den Todesfällen stehe, sei noch völlig unklar. „Das ist eine Möglichkeit, die in Frage kommen könnte, aber es gibt auch noch andere“, sagte Polizeisprecher Björn Schmitt sagte der „Bild“-Zeitung.

Der Ort Arnstein liegt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken zwischen Würzburg und Schweinfurt.

Hintergrund: Arnstein

Die Stadt Arnstein liegt rund 25 Kilometer von Würzburg und Schweinfurt entfernt im bayerischen Landkreis Main-Spessart. Mehr als 8000 Einwohner leben in zwölf Stadtteilen, von denen die meisten nach Angaben der Kommune auf eine rund 1200-jährige Geschichte zurückblicken. Über Jahrhunderte prägten Handwerk, Wein- und Ackerbau die historische Amtsstadt. Heute stechen das wiedererrichtete Amtsschloss und die spätbarocken Bauten von Stadtkirche, Rathaus und Spital hervor. Die treppenförmig aufsteigende Altstadt mit engen Gassen steht unter Ensemble-Denkmalschutz. Arnstein ist auch für die Wallfahrtskirche Maria Sondheim am Wernufer und bundesweit prämierte Schnäpse bekannt.

Von dpa/RND/wer

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