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Schweizer Justiz lehnt Haftentlassung für Polanski ab

Fluchtgefahr Schweizer Justiz lehnt Haftentlassung für Polanski ab

Die Schweizer Justiz hat eine Haftentlassung des wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen angeklagten Starregisseurs Roman Polanski abgelehnt. Es bestehe hohe Fluchtgefahr, erklärte das Bundesstrafgericht in Bellinzona seine Entscheidung.

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Wurde Ende September in der Schweiz festgenommen: Regisseur Roman Polanski.

Quelle: afp

Immerhin habe sich Polanski bereits 1978 durch seine Ausreise nach Europa dem Strafverfahren in den USA entzogen. Noch heute sei Polanskis Motivation zur Flucht groß, da ihm bei einer Verurteilung theoretisch 50 Jahre Gefängnis drohten, betonten die Richter.

Zudem drohe ihm bei einer Auslieferung an die USA eine "empfindliche Trennung" von seiner Frau und seinen beiden Kindern. Eine Flucht wäre Polanski nach ihrer Einschätzung in der Schweiz innerhalb weniger Stunden möglich. Auch der Einzug seiner Ausweisdokumente biete keine Sicherheit, da der Regisseur sich als Staatsbürger Polens und Frankreichs rasch Ersatz beschaffen könne.

Der 76-jährige Polanski war Ende September bei seiner Einreise in die Schweiz festgenommen worden. Er hatte sich 1977, im Alter von damals 43 Jahren, in den USA an einer 13-Jährigen vergangen. Er bekannte sich schuldig und saß dafür zunächst 47 Tage im Gefängnis, floh aber vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte seitdem nicht mehr in die USA zurück.

afp

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