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Panorama Kunden in Küchenabteilung erstochen
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19:05 10.08.2015
Bei einer Messerattacke in einem Ikea-Möbelhaus in Schweden sind am Montag zwei Menschen getötet wurden. Quelle: Peter Kruger
Västerås

"Das ist der schlimmste Arbeitstag meines Lebens", sagte Filialleiter Mattias Johansson der Regionalzeitung VLT. Ein Mann wurde unter Mordverdacht festgenommen. Zum möglichen Motiv und zur Identität des Angreifers wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am Montagmittag in die Filiale der Möbelkette in Västeras in Zentralschweden gerufen. Dort habe sie einen mit Stichwunden verletzten Mann und eine Frau vorgefunden, die kurz darauf beide an ihren Verletzungen gestorben seien. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden wurde ein 35-Jähriger mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei machte zunächst weder zum mutmaßlichen Täter noch zu den Opfern nähere Angaben. Das Geschäft wurde geräumt und von der Polizei abgeriegelt, wie auf Bildern im schwedischen Fernsehen zu sehen war. Die Filiale soll bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Västerås ist mit rund 110.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Schwedens und liegt etwa hundert Kilometer von der Hauptstadt Stockholm entfernt. Ikea-Sprecherin Martina Smedberg sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe keine Hinweise auf das Motiv des Angreifers. Gegen das Geschäft seien keine Drohungen ausgesprochen worden. Derartige Vorfälle seien "extrem selten und extrem ernst". "Nach meiner Kenntnis ist es das erste Mal, dass sich ein Vorfall solchen Ausmaßes ereignet hat", sagte Smedberg.

Ein Zeuge filmte mit seinem Handy die Festnahme eines Mannes an einer Bushaltestelle. "Ich sah, wie Polizisten zu einem Mann an einer Bushaltestelle rannten", sagte der Zeuge der Zeitung VLT, auf deren Internetseite das Video zu sehen war. "Die Festnahme erfolgte sehr schnell, der Mann hat keinen Widerstand geleistet, aber er war sehr laut." Er sei etwa zwischen 30 und 40 Jahre alt gewesen. Der Mann sei nicht polizeibekannt und habe keine Vorstrafen, sagte Polizeisprecher Per Strömback dem Blatt. Unklar sei bislang, ob es sich um eine geplante oder spontane Tat handelte. Dies müsse bei den Ermittlungen geklärt werden.

 dpa

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