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Panorama Gemeinde Artland verbietet Glyphosat
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00:15 11.12.2017
 Kanister mit einem glyphosathaltigen Mittel. Quelle: dpa
Quakenbrück

 25 von 35 Mitgliedern im Rat der Samtgemeinde Artland in Quakenbrück (Kreis Osnabrück) hätten nach einem Jahr Debatten für ein Verbot glyphosathaltiger Pflanzenschutzmitteln auf gemeindeeigenen Flächen gestimmt, sagte am Freitag der Grünen-Ratsherr Holger Fuchs-Bodde-Gottwald. SPD, Grüne und Linke hätten sich für das Verbot ausgesprochen, dazu auch sechs von zwölf CDU-Ratsherrn. Lediglich die FDP habe geschlossen gegen den Antrag der Grünen gestimmt. Zwei UWG-Ratsherrn enthielten sich.

Damit ist der grundsätzliche Beschluss gefasst, dass auf Flächen, die der Samtgemeinde gehören, Glyphosat nicht mit ausgebracht werden darf. Das betrifft nach Angaben eines Samtgemeindesprechers unmittelbar 15 Landwirte. Diese haben etwa 60 Hektar Acker und Grünlandflächen der Gemeinde gepachtet. Auf weiteren rund 100 Hektar Grünland der Samtgemeinde ist Glyphosat bereits seit Längerem verboten.

Was nun mit ihren Pachtverträgen der Landwirte geschieht, ist offen. Die Verträge müssten in einem weiteren Schritt angepasst werden, damit das Verbot wirksam wird. Das Landvolk im Kreis Osnabrück kritisiert das Verbot.

Zustimmung kommt hingegen vom früheren niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel. Bei Twitter forderte der Grüne eine Ausweitung des Verbots auf ganz Deutschland. Die EU hatte das umstrittene Pflanzenschutzmittel erst vor wenigen Wochen europweit für weitere fünf Jahre zugelassen.

Auch der Artländer Ratsherr Fuchs-Bodde-Gottwald sprach sich für eine Ausweitung des Verbots aus. „Alle Kommunen mit eigenen Flächen sollten jetzt nachziehen.“ Es müsse zu einem nationalen Verbot kommen.

Von Karl Doeleke

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