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Panorama "Hemmungslose Gewalt gegen Polizisten nimmt zu"
Mehr Welt Panorama "Hemmungslose Gewalt gegen Polizisten nimmt zu"
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16:12 25.12.2015
Ein Polizist steht am Herborner Bahnhof. Am Morgen des 24. Dezember wurde hier ein Polizist bei einer Routinekontrolle erstochen. Quelle: dpa
Berlin/Herborn

Immer wieder seien Polizisten gewaltsamen Attacken ausgesetzt, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, am Freitag in Berlin. Selbst einfache Personenkontrollen würden laut Wendt "dann urplötzlich zu Gewaltausbrüchen", vor denen sich die Beamten kaum schützen könnten. Wendt äußerte die Befürchtung, dass diese Entwicklung auch Konsequenzen für das Einsatzverhalten der Beamten notwendig machen könnte: "Die Beamten werden misstrauischer, vorsichtiger und das könnte das Bild der Polizei verändern, weil Bürgernähe verloren geht." "Die Gewalt gegen die Repräsentanten des Staates ist hemmungslos geworden", sagte Wendt weiter dem Portal "Focus Online". Betroffen seien nicht nur Polizisten, sondern auch die Beschäftigten von Gerichten oder Jobcentern.

Auch weitere Vertreter von Polizei und Behörden hatten sich entsetzt über die Gewalttat in Hessen geäußert. Am Donnerstag hatte ein 27-jähriger Mann zwei Polizisten, die ihn im Bahnhof von Herborn in einem Regionalzug kontrollieren wollten, mit einem Messer angegriffen und einen Beamten erstochen sowie dessen Kollegen schwer verletzt. Der Zugbegleiter hatte die Beamten zu Hilfe gerufen, nachdem der 27-Jährige in dem Regionalzug randaliert hatte. Auch der Täter erlitt bei der Auseinandersetzung schwere Verletzungen. Er sei angeschossen worden, nach ersten Ermittlungen offensichtlich von dem später verstorbenen Polizisten, berichtete "Focus Online" unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft.

afp

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