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Panorama Rätselhafter deutscher Flughafen-Pöbler wird abgeschoben
Mehr Welt Panorama Rätselhafter deutscher Flughafen-Pöbler wird abgeschoben
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13:26 25.03.2017
Quelle: Screenshot/Youtube/Notícias e Informações
São Paulo

Mehrere Nachrichtensendungen in Brasilien hatten bereits über den Deutschen und seine Wutattacken berichtet. Mit einem Flug der Lufthansa werde er am Sonntag von São Paulo aus nach Frankfurt ausgeflogen – ihn würden dabei Polizisten aus Deutschland begleiten. Der Deutsche habe psychische Probleme und habe zuletzt keine Medikamente mehr gehabt.

Er hatte im Dezember in São Paulo einen Anschlussflug nach New York verpasst, von wo es nach Frankfurt gehen sollte. Da er kein Geld für den Kauf eines neuen Tickets hatte, blieb er in dem Flughafen. Daraufhin habe der Mann, der auf den Videos der Überwachungskameras stets eine rote Rose am Revers trägt, „Stress“ gemacht, sagte eine Mitarbeiterin des Flughafens dem Sender „Globo“. Er selbst sagte dem Sender: „Ich fasse die Personen nicht an. (...) Ich bin kein Boxer.“ Ein Video einer Überwachungskamera liefert allerdings andere Eindrücke.

44-Jähriger soll Frau Schläge angedroht haben

Mit seinem Gepäck hielt er sich meist im offen zugänglichen Bereich in der Nähe der Check-in-Schalter auf und schlief auch dort. Zum Teil soll sich der 44-Jährige mit Essenabfällen versorgt haben. Nach drei Monaten war nun sein 90-tägiges Touristenvisum abgelaufen, hinzu kamen die Attacken gegen Frauen und Mitarbeiter des Flughafens. Nach Angaben des Portals „Folha de S. Paulo“ soll er bisher sechs Menschen bedrängt haben.

Auf einem Video einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie er plötzlich aufsteht und eine Frau, die gerade in ihr Telefon tippt, anpöbelt und ihr mit beiden Händen Schläge androht. Ein anderes Mal attackiert der rund zwei Meter große, kräftige Mann eine Frau, die am frühen Morgen durch eine Schiebetür das Flughafengebäude betritt. Das Deutsche Generalkonsulat São Paulo stand zuletzt in engem Kontakt mit dem Betroffenen und den zuständigen brasilianischen Behörden.

Von RND/dpa/caro