Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Radioaktivität im Meerwasser vor Fukushima steigt
Mehr Welt Panorama Radioaktivität im Meerwasser vor Fukushima steigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 09.04.2011
Quelle: dpa

Die radioaktive Verseuchung des Meerwassers vor der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima ist nach einem Medienbericht vom Samstag angestiegen. Der Betreiber des Atomkraftwerks, Tepco, teilte mit, am Donnerstag seien nördlich von Fukushima Eins in Meerwasserproben 110 Becquerel des radioaktives Jods-131 pro Kubikzentimeter festgestellt worden. Diese Zahl liege 2800mal höher als der Grenzwert.

Am selben Ort seien am Dienstag das 600fache und am Mittwoch das 1000fache des Grenzwertes registriert worden, berichtete der Fernsehsender NHK. Die Atomsicherheitsbehörde Nisa wies Tepco an, seine Kontrollen zu verstärken, um eine mögliche Belastung des Pazifiks abzuklären.

Eine Barriere aus Stahl soll eine weitere Verseuchung des Pazifiks mit radioaktiv-belastetem Wasser am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima verhindern. Der Kraftwerksbetreiber Tepco begann am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo damit, diese Absperrung zu erreichten.

Arbeitern des Energiekonzerns war es nach mehreren gescheiterten Versuchen gelungen, ein Leck abzudichten, durch das stark verstrahltes Wasser in den Pazifik strömte. Tepco leitete etwa 9000 Tonnen leicht verstrahltes Abwasser ins Meer. Mit dieser kontrollierten Aktion soll in Tanks Platz zur sicheren Speicherung stärker verstrahlten Abwassers geschaffen werden.

Die Zahl der Opfer der Naturkatastrophe vom 11. März steigt weiter. Die offizielle Zahl der Toten wurde am Samstag von der Polizei mit 12.876 angegeben. Vermisst würden 14 865 Menschen.

Auf internationalen Parkett will die japanische Regierung Ängste der Nachbarn vor radioaktiv-belasteten Nahrungsmittel nehmen. Die Lebensmittel aus Japan seien trotz aller Probleme weiter sicher. Darauf will der japanische Außenminister Takeaki Matsumoto am Samstag auf einm Ministertreffen der südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN in Jakarta hinweisen. Dies berichtete der staatliche japanische Fernsehsender NHK. In der indonesischen Hauptstadt soll über ASEAN-Hilfen für Japan diskutiert werden.

Japan war vor vier Wochen von einem starken Beben und einem anschließenden Tsunami schwer getroffen worden. Mitglieder des ASEAN-Verbands sind Birma, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen und Singapur.

dpa

Der wegen Mordes an zwei Teenagern in Bodenfelde angeklagte Jan O. soll ein Kannibale sein. In einem schriftlichen Geständnis hat der 26-Jährige zugegeben, Körperteile eines seiner Opfer verzehrt zu haben. Ab Mittwoch kommender Woche steht der Mann in Göttingen vor Gericht.

Dirk Schmaler 08.04.2011

Bei einer Schießerei auf einem atomgetriebenen U-Boot der britischen Marine ist am Freitag ein Matrose getötet worden. Ein zweiter sei lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizei mit. Ein Mann sei festgenommen worden. Ein terroristischer Hintergrund könne ausgeschlossen werden. Auch eine Bedrohung für die Öffentlichkeit gebe es nicht.

08.04.2011

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 19 bei Kavelstorf in Mecklenburg-Vorpommern sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, viele wurden verletzt. Wegen eines Sandsturmes und schlechter Sicht kam es am Freitag zu dem schweren Unfall.

08.04.2011