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Panorama Queen Elizabeth II. feiert ihren 85. Geburtstag
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14:36 21.04.2011
Von Christiane Eickmann
Nur Königin Victoria und König George III. saßen länger auf dem englischen Thron. Quelle: dpa (Arhicv)

Wäre da nicht jüngst die ärgerliche Debatte um Prinz Andrews Luxusreisen auf Staatskosten und seine Kontakte zu einem Pädophilen gewesen, es hätte ein perfektes Jahr für Elizabeth II. werden können. Endlich einmal. Denn häufig hat die stets pflichtbewusste und skandalfreie britische Königin in den vergangenen Jahren so ihren Kummer mit der lieben Verwandtschaft gehabt. Das würde sie selbstverständlich nie zeigen. Haltung bewahren, Gefühle verbergen – niemand der noch lebenden Windsors beherrscht diese Eigenschaften so gut wie Elizabeth II.

Dass sie heute 85 Jahre alt wird, dürfte der Queen wohl weniger wichtig sein als manch anderer runder Geburtstag zuvor. Denn ein Großteil der Briten hat bereits seit Wochen nur noch Augen und Ohren für die „Hochzeit der Jahres“. Für die Queen könnte diese Hochzeit zum schönsten Geburtstagsgeschenk werden: Sollten Prinz William und Kate sich weiterhin derart mustergültig verhalten (keine großen Partys zum Junggesellenabschied, artige Auftritte in der Öffentlichkeit und ein für den Hochadel nahezu sparsames Hochzeitsfest), wird das die Zustimmung zur Monarchie festigen. Und dies ist der Queen sehr wichtig.

Denn zuvor hatte noch jede Braut die Familie in die Negativschlagzeilen gebracht: Sarah Ferguson, Herzogin von York und Ehefrau von Prinz Andrew, gab sich zügellos beim Essen, Einkaufen und Flirten. Sophie Rhys-Jones, Ehefrau von Edward, lästerte im Gespräch mit einem als Scheich verkleideten Reporter unter anderem über das „alte Tantchen“. Und Charles langjährige Geliebte und jetzige Ehefrau Camilla Parker-Bowles brachte Großbritannien beinahe an den Rand einer Staatskrise. Das Jahr 1992, in dem ein Feuer große Teile von Schloss Windsor zerstörte und die Ehen von Andrew und „Fergie“ sowie Charles und Diana zerbrachen, bezeichnete Elizabeth II. am Jahresende als ihr „Annus horribilis“. Fünf Jahre später, nach dem Tod Prinzessin Dianas, sollte es noch schlimmer kommen. Statt in London mit Hunderttausenden öffentlich zu trauern, zog es Elizabeth vor, sich mit Ehemann Prinz Philip und dem Rest des Windsor-Clans nach Schottland zurückzuziehen. Das Volk tobte. Dass sie zu dieser Zeit mehr beschützende Großmutter für die zu Halbwaisen gewordenen Prinzen William und Harry war als Monarchin, sicherte ihr erst später wieder Sympathiepunkte.

Nur zwei Monarchen in der tausendjährigen Geschichte der britischen Monarchie saßen länger auf dem Thron als Queen Elizabeth II. – Königin Victoria und König Georg III. Elizabeth müsste mit 90 Jahren noch amtieren, um den Rekord ihrer Ururgroßmutter Victoria zu brechen. Das ist keineswegs ausgeschlossen – auch wenn eine jüngste Umfrage ergeben hat, dass die Mehrheit der Briten möglichst bald ihren Enkel William auf dem Thron sehen will.

Dabei war es eher einem Zufall geschuldet, dass die junge Prinzessin Elizabeth zur Nummer eins der Thronfolge aufstieg. Ihr Onkel Edward VIII., zwar schon König, aber noch nicht gekrönt, verliebte sich in eine verheiratete US-Schauspielerin – und musste verzichten. Deshalb wurde 1936 Elizabeths Vater als Georg VI. zum König gekrönt. Der König mit dem Sprachfehler starb früh – und plötzlich war Elizabeth, seine älteste Tochter, an der Reihe. „Du armes Ding“, soll Prinzessin Margaret, ihre Schwester, gesagt haben. Am 2. Juni 1953, als sie gerade einmal 27 war, setzte der Erzbischof von Canterbury in der Westminster Abbey der neuen Monarchin die Königskrone auf den Kopf.

Als „armes Ding“ haben manche Kommentatoren vorausschauend auch schon Kate Middleton bezeichnet. Zu tief sitzen die Erinnerungen daran, wie sehr Prinzessin Diana unter den Windsors und auch unter ihrer Schwiegermutter gelitten hatte. Doch die wird ihrem Enkel und Kate wohl mehr Freiheiten lassen als seinerzeit Charles und Diana. Denn von Skandalen hat sie genug.

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