Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Problemhäuser im Wollepark werden verriegelt
Mehr Welt Panorama Problemhäuser im Wollepark werden verriegelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:15 30.10.2017
Wegen schwerer Mängel unbewohnbar: Die Hochhausblocks im Delmenhorster Wollepark. Foto: Villegas Quelle: Villegas
Delmenhorst

Die beiden Hochhäuser ohne Wasser und Gas im Delmenhorster Brennpunktviertel Wollepark dürfen vom kommenden Mittwoch an nicht mehr bewohnt werden. „Es gibt eine Räumungsverfügung“, sagte Stadtsprecher Timo Frers. Die Stadt werde den Leerstand kontrollieren. Der Verwalter der Eigentümergesellschaft, Matthias Volkmer, sagte, das Haus werde abgeschlossen. Die Stadt geht davon aus, dass inzwischen niemand mehr in den Gebäuden lebt. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Räumung notwendig sein wird“, sagte der Stadtsprecher.

Gas und Wasser abgesperrt

Die Lage der Menschen in den beiden Blocks mit insgesamt 80 Wohnungen hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Wegen nicht bezahlter Rechnungen hatten die Stadtwerke den Bewohnern Ende April das Gas abgedreht. Mitte Mai folgte eine Wassersperre. Seitdem harrten die überwiegend ausländischen Mieter ohne fließendes Wasser und funktionierende Heizung in ihren Wohnungen aus. Mit der Zeit zogen immer mehr der ursprünglich rund 350 gemeldeten Frauen, Männer und Kinder aus.

Im September hatte die Stadt die Mieter darauf hingewiesen, dass die Häuser wegen schwerer Mängel für unbewohnbar erklärt werden. Die verantwortlichen Wohnungseigentümer seien offensichtlich nicht in der Lage, für angemessene Wohn- und Lebensverhältnisse in den Gebäuden zu sorgen.

Die Eigentümergesellschaft will die heruntergekommenen Gebäude sanieren und sie dafür zunächst leer stehen lassen. „Wir werden uns die Zeit nehmen, die wir brauchen, um das Objekt wieder in Ordnung zu bringen“, sagte Volkmer, der nach eigenen Angaben die Mehrheit der rund 50 Eigentümer hinter sich hat. Derzeit sei er mit der Buchhaltung beschäftigt, um herauszufinden, welcher Eigentümer Rechnungen für Wasser und Gas nicht bezahlt habe. Nach Angaben der Stadtwerke-Sprecherin Britta Fengler belaufen sich die Schulden derzeit auf rund 110 000 Euro. Seit 2015 habe es keine ordentliche Buchhaltung gegeben, sagte Volkmer, der selbst Eigentümer einer Wollepark-Wohnung ist und Mitte September als Verwalter gewählt wurde.

Einen Abbriss, wie ihn die Stadt ins Spiel gebracht hat, will Volkmer verhindern. Er sei zuversichtlich, dass es möglich sein wird, die beiden Häuser wieder instand zu setzen. „Da gibt es eine Menge zu tun. Die Kostenanfragen laufen.“

Streit um Brandwache

Wegen Brandgefahr hat die Stadt seit Anfang Juli rund um die Uhr eine Brandwache einrichten lassen. Die Rechnungen dafür will die Eigentümergesellschaft nicht übernehmen. „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“ Zudem beauftragte die Stadt eine Firma, die Sperrmüll aus den Treppenhäusern holte. Die Kosten würden den Eigentümern in Rechnung gestellt, sagte Stadtsprecher Frers.

Die Brandwache kostet nach Angaben der Stadt pro Woche rund 10 000 Euro - bis Ende Oktober sind damit Ausgaben von mehr als 170 000 Euro zusammengekommen. Verwalter Volkmer hält die Höhe der Kosten für völlig überzogen. „Ich werde notfalls gerichtlich klären, ob das so notwendig war oder ob es noch andere Möglichkeiten gab.“

In den vergangenen Jahren lauerten Horrorclown in dunklen Ecken und erschreckten die Menschen. Mit der Neuverfilmung des Horrorfilms „Es“ von Stephen King spricht alles für ein Aufleben des Gruselkults – kommen sie dieses Jahr zu Halloween wieder?

30.10.2017

In der Nordsee ist bei starkem Seegang durch Sturm vor Langeoog ein Frachter auf Grund gegangen. Sämtliche Rettungsversuche schlugen zunächst fehl. Der Frachter ist unbeladen – allerdings führt er tonnenweise Schweröl und Diesel.

30.10.2017

Der Flughafen Bremen ist nach einer missglückten Landung eines Privatflugzeugs am Sonntagabend für mehrere Stunden gesperrt worden. Ankommende Maschinen wurden an umliegende Flughäfen umgeleitet, wie der Flughafen mitteilte. Größere Schäden entstanden nicht, die Besatzung blieb unverletzt.

30.10.2017