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Panorama Porno-Verleger will Trump zu Fall bringen
Mehr Welt Panorama Porno-Verleger will Trump zu Fall bringen
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07:46 17.10.2017
Porno-Verleger Larry Flynt Quelle: WINNK
Washington

Die amerikanische Staatskrise besitzt durchaus ihre unterhaltsamen Momente. Multimillionär Larry Flynt ruft zehn Millionen Dollar für Hinweise auf, die zur Amtsenthebung von Donald Trump führen. Der 45. Präsident habe in den vergangenen Monaten mehrfach aller Welt vor Augen geführt, dass ihm die Eignung für das höchste Staatsamt fehle.

Flynt, der es mit diversen Nachtclubs und dem Pornomagazin „Hustler“ zu einem beträchtlichen Vermögen brachte, beruft sich unter anderem auf den Gründervater Alexander Hamilton, der bereits vor 220 Jahren vor einem Staatsoberhaupt warnte, das nicht über die entsprechende Fähigkeiten verfüge. „Ich betrachte es als meine patriotische Pflicht und die Pflicht eines jeden Amerikaners, Trump aus dem Amt zu jagen, bevor es zu spät ist“, so der 74-jährige Verleger.

Der schwerreiche Freundeskreis des Präsidenten und die Multimillionäre an seinem Kabinettstisch würden sich von diesem Aufruf vielleicht nicht irritieren lassen. Es gebe aber genügend gut informierte Mitarbeiter in den Ministerien und Parteiorganisationen in Washington, die das Geld gut gebrauchen könnten.

Um die Hauptstadtbewohner ganz direkt zu erreichen, die in einem engen Kontakt zum Trump-Team stehen, schaltete Flynt eine ganzseitige Annonce in der „Washington Post“ und bewirbt sein Vorhaben in dieser Woche über diverse Werbekanäle.

Als bedrohlich einzuschätzen seien insbesondere die Manipulationen der Präsidentschaftswahl durch den russischen Kreml und die umstrittene Entlassung von FBI-Direktor James Comey.

So sehr in Washington auch über den privaten Feldzug des Pornomagazin-Verlegers gegen den Präsidenten gespottet wird, dürfte das Angebot im Weißen Haus durchaus für Unruhe sorgen. Bereits vor einem Jahr hatte Flynt eine Million Dollar für Materialien geboten, die Trump in Schwierigkeiten bringen könnten. Kurz darauf wurde ein Video aus dem Jahr 2005 bekannt, in dem Trump sagte: „Grab them by the Pussy.“ Um Haaresbreite wäre die Wahlkampagne des New Yorker Geschäftsmannes an diesem Skandal gescheitert.

Flynt setzt jedenfalls darauf, dass sein höherer Einsatz die Amerikaner motivieren könnte, ihre Nachforschungen noch hartnäckiger voranzutreiben.

Von Stefan Koch/RND

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