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Panorama Polizeiwache in Berlin überfallen
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13:21 11.04.2011
Polizisten sichern Spuren nach dem Angriff auf eine Polizeiwache in Berlin.

Drei Wochen vor dem 1. Mai haben unbekannte Täter eine Polizeiwache in Berlin-Friedrichshain mit Molotow-Cocktails angegriffen. Die Täter seien entkommen, sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch am Montag im Innenausschuss. Die Angreifer hätten um 5.35 Uhr den Moment abgepasst, als ein Mann zum Putzen von den Polizisten in die Wache gelassen wurde. Dann warfen sie drei Molotow-Cocktails - mit Benzin gefüllte, brennende Flaschen - in den Vorraum. Stichflammen schossen empor.

Der Putzmann sei sehr gefährdet gewesen, sagte Glietsch. Polizisten zogen ihn schnell durch eine zweite Sicherheitstür und retteten ihn so vor den Flammen. Der 26 Jahre alte Mann wurde nicht verletzt. Die Polizei ermittelt jetzt wegen versuchter Tötung.

Die Hintergründe des Angriffs waren zunächst unklar. Der Polizeiabschnitt war für die Räumung des von Linksextremisten besetzten Hauses Liebigstraße 14 in Friedrichshain im Februar zuständig. Brandsatzwürfe auf Polizisten gab es auch bei den Krawallen der linken Szene am 1. Mai vor zwei Jahren.

Am Montag schleuderten die Angreifer nach Polizeiangaben auch Pflastersteine gegen die Fensterscheiben und legten sogenannte Krähenfüße auf mehrere Kreuzungen. Diese Metallhaken sollen die Reifen von Autos aufschlitzen. Ein Polizeiauto wurde beschädigt.

Der Wachleiter des Polizeiabschnitts 51 an der Wedekindstraße wurde beim Versuch, einen der Täter zu fassen, leicht verletzt. Der Polizist war aus dem Fenster gesprungen, um die Angreifer zu verfolgen. Noch in der Wedekindstraße versuchte er, einen der Täter auf seinem Fahrrad festzuhalten. Bei dem Gerangel wurde er leicht am Arm verletzt, der Unbekannte konnte flüchten. Wie viele Polizisten zum Zeitpunkt des Angriffs in der Wache waren, war zunächst unklar.

Im Oktober 2009 hatten unbekannte Täter eine Polizeiwache in Lichtenberg mit Steinen angegriffen. Damals wurden zahlreiche Fensterscheiben zerstört. Es flogen auch Rauchbomben, Krähenfüße wurden auf der Straße ausgelegt. Verletzte gab es nicht. Der Angriff galt als mögliche Solidaritätserklärung für verhaftete mutmaßliche Auto-Brandstifter.

dpa

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