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Panorama Polizei zeigt bei Karneval mehr Präsenz
Mehr Welt Panorama Polizei zeigt bei Karneval mehr Präsenz
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07:00 21.02.2017
Für mehr Schutz bittet die Polizei darum Verkleidungen, durch die ein gefährlicher Eindruck entsteht, zu vermeiden. Quelle: Ingo Wagner
Hannover

Die Polizei will beim Straßenkarneval in Niedersachsen in diesem Jahr mehr Präsenz zeigen als in den Vorjahren. „Es gibt keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung, aber wir richten uns nichtsdestotrotz als Polizei auf denkbare Ereignisse ein“, sagte Joachim Grande von der Polizeiinspektion Braunschweig. Durch die zweitgrößte Stadt Niedersachsens zieht am kommenden Sonntag der Schoduvel, zu dem Karnevalsumzug erwartet die Polizei mindestens 100 000 Menschen.

Schon gestern und am Sonntag gingen in Damme im Oldenburger Münsterland die Narren auf die Straße. Die Polizei zeigte auch dort mehr Präsenz am Straßenrand als in den Vorjahren, um den Karnevalsbesuchern ein hohes Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Zu Zwischenfällen kam es in Damme nicht, auch einen Tag zuvor beim Samba-Karneval in Bremen war alles ruhig geblieben.

Drohnen sind verboten

In der Karnevalshochburg Ganderkesee (Kreis Oldenburg) werden am Sonnabend mehr als 100 Festwagen und Fußgruppen sowie bis zu 40 000 Menschen zum Umzug erwartet. „Wir werden dieses Mal noch sichtbarer auftreten“, sagt Polizeisprecherin Melissa Oltmanns. Vor allem an den Zufahrtsstrecken zur Innenstadt werde die Polizei Präsenz zeigen. Das gilt auch für den „Ossensamstag“ in Osnabrück. „Wir werden insbesondere im Bereich des Neumarktes Fahrzeuge als Sperren in den Zufahrtsstraßen aufstellen“, heißt es bei der Polizei. Damit soll die Gefahr von Amokfahrten verringert werden.

Auch Innenminister Boris Pistorius (SPD) betonte, es gebe keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsgefahr. „Die Polizei ist gut vorbereitet.“ Er könne nur alle Karnevalisten ermuntern, zu den Umzügen zu gehen.

In Braunschweig, wo immerhin 5000 Teilnehmer auf dem 6,5 Kilometer langen Umzug erwartet werden, wird zudem die Videoüberwachung ausgebaut - auch durch den Einsatz mobiler Videotrupps. „Die Einsatzzentrale hat so jederzeit einen Einblick in die Lage“, sagte Polizeisprecher Grande. Im Jahr 2015 war der Schoduvel kurzfristig wegen einer Terrorwarnung abgesagt worden. Die Ermittlungen danach brachten jedoch keine konkreten Ergebnisse.

Eine Aufforderung an die Karnevalsbesucher hat die Polizei in allen Städten: Bei der Verkleidung und bei mitgeführten Gegenständen sollte ein gefährlicher Eindruck vermieden werden. Die Polizei will verstärkt kontrollieren. Taschen, Rucksäcke oder Ähnliches sollten nicht herrenlos herumstehen - die Folge wäre ein langwieriger Polizeieinsatz. Auch das Benutzen von Drohnen über den Menschenmengen sowie böllern ist verboten.

von Elmar Stephan und Heiko Randermann

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