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Panorama Polizei warnt vor Kettensägenangreifer
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18:11 24.07.2017
Polizisten sperren in Schaffhausen die Innenstadt ab. Quelle: dpa
Schaffhausen

Alarm im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet: Mit einer Kettensäge hat ein psychisch labiler Mann im schweizerischen Schaffhausen Angestellte einer Krankenkasse verletzt und ist geflüchtet. Da die deutsche Grenze nicht weit ist, könne er auch nach Deutschland geflohen sein, warnte Polizeieinsatzleiter Ravi Landolt am Montag in Schaffhausen. „Wir haben keine Ahnung, wo er sich aufhält.“ Die Schweizer Polizei hatte sein Auto einige Stunden nach der Tat sichergestellt.

Die Polizei betonte, dass es sich nicht um einen Terroranschlag gehandelt habe: Vielmehr habe der Täter gezielt die Krankenkasse treffen wollen. „Die Tat hat sich klar gegen Mitarbeitende dieser Versicherung gerichtet“, sagte Staatsanwalt Peter Sticher. Zum Motiv äußerte sie sich nicht näher.

Der mutmaßliche Angreifer halte sich vorwiegend in Wäldern auf und reagiere oft aggressiv, wenn er sich angegriffen fühle. Deshalb sei äußerste Vorsicht nötig, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Quelle: Kantonspolizei Schaffhausen

Mutmaßlicher Tätet vorbestraft

Der 50-Jährige mutmaßliche Täter sei wegen Verstoßes gegen die Waffengesetze vorbestraft, berichtete die Polizei. Der Schweizer habe keinen Wohnsitz und sich überwiegend in Wäldern aufgehalten. Aus dem Wald stammen auch die Fahndungsfotos, auf denen ein sichtlich verstörter Mann zu sehen ist. Er trage inzwischen - anders als auf den Fotos - eine Glatze und habe eine „ungepflegte Erscheinung“. Es sei äußerste Vorsicht geboten. Der Mann sei womöglich weiter mit der Kettensäge unterwegs. Er reagiere oft aggressiv, wenn er sich angegriffen fühle.

Der Kettensägenangreifer war am Montag in der Innenstadt mit einer Kettensäge in ein Gebäude gestürmt und hatte dort im Büro der Krankenkasse fünf Menschen verletzt, zwei davon schwer.

Die Polizei hatte die Einkaufsstraße in der Altstadt unweit des Bahnhofs stundenlang abgesperrt. Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte mussten teils hinter verschlossenen Türen ausharren. Andere, die gerade nicht im Laden waren, mussten vor der Absperrung ausharren.

Von RND/dpa/ap

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