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Panorama Das ist die neue Ausrüstung der Polizei
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19:58 17.07.2017
Hightech-Schlagstöcke und neue Helme sind nur ein Teil der neuen Ausrüstung der Polizei. Quelle: dpa
Hannover

Die Ausrüstung der Polizei in Niedersachsen wird modernisiert, auch um die 18.000 Männer und Frauen im Kampf gegen den Terror besser zu rüsten. Doch nicht alle Beschaffungen laufen glatt – und die Gewerkschaft sorgt sich um den Platz in den Einsatzfahrzeugen.

„Wir müssen sicherstellen, dass alle Beamtinnen und Beamten der Polizei so ausgestattet sind, dass sie schnell und professionell reagieren können“, sagte Pistorius. Er nehme das sehr ernst und habe deshalb das Budget für Ausstattungen um 5 Millionen Euro auf 33 Millionen Euro jährlich erhöht.

So wurden bereits im vergangenen Jahr alle 1000 Funkstreifenwagen der Polizei mit schweren schusssicheren Westen ausgestattet, die auch Geschosse etwa aus einem Sturmgewehr abhalten können. Daneben wurden unter anderem neue Übergangswesten in Signalfarben beschafft sowie reißfeste Handschuhe, mit denen ein Smartphone oder Tabletcomputer bedient werden kann.
Pannen bei der Anschaffung

Die Anschaffungen verliefen nicht immer reibungslos: So lieferte ein Waffenhersteller 5000 Zielfernrohre, die aber auf einige Maschinenpistolen nicht passten – weil die Waffen zu alt für die modernen Laser­visiere sind. Rund 300 Maschinenpistolen müssten daher angepasst werden, sagte Alfred Soetbeer von der Landespolizeidirektion: „Das sehen wir unaufgeregt.“

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GDP), Dietmar Schilff, kritisierte, dass in den Einsatzfahrzeugen kaum noch Platz für die Ausrüstung mit größer gewordenen Schutzanzügen, Helmen und Westen sei. Das sei vor allem ein Problem in den Gruppentransportern. Pistorius sagte, das Thema sei ihm bereits bekannt, und es werde nach Lösungen gesucht. Das werde man, wie bei der gesamten Beschaffung neuer Ausrüstungsgegenstände, im Austausch mit den Polizisten machen, die es beträfe.     

Für den schnellen Durchblick

Das neue Visier an Niedersachsens Polizeihelmen ist ein Beispiel dafür, wie das Ministerium die Erfahrungen der Beamten einfließen lässt. Die Polizisten mussten erleben, dass ihnen von gewalttätigen Demonstranten die Visiere mit schwarzem Lackspray unbrauchbar gemacht wurden – und sie danach mit Visier blind und ohne Visier schutzlos waren. Aus dem Motorsport sei daraufhin die Idee des Abreißvisiers übernommen worden, sagte Innenminister Boris Pistorius: Auf jedem Visier kleben Folien. Ist die Folie dreckig, wird sie mit einem kräftigen Ruck abgerissen – und die Sicht ist wieder klar. Das Abreißvisier sei anlässlich des G-20-Gipfels von einem niedersächsischen Hersteller produziert und noch während des laufenden Einsatzes ausgeteilt worden.

Außerdem werden in der Polizeidirektion Hannover derzeit 40 neue Schutzhelme getestet, die sogar Schüsse aus großkalibrigen Handfeuerwaffen aushalten können. Bei positiver Bewertung sollen sie in ganz Niedersachsen eingesetzt werden.     

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