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Polizei entdeckt mehrere Tote in Wohnhaus

Tragödie in Esslingen Polizei entdeckt mehrere Tote in Wohnhaus

In einem Haus in Esslingen bei Stuttgart ist eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen. Die Polizei geht von einem tragischen Unglück auf. Erste Hinweise deuten auf eine Kohlenmonoxidvergiftung hin.

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Rettungskräfte stehen vor dem Haus, in dem es möglicherweise vier Tote gab.

Quelle: dpa

Esslingen. Bei einem Unglück in einem Haus im baden-württembergischen Esslingen sind nach Angaben der Polizei zwei Erwachsene und zwei Kinder gestorben. Das Gebäude im Ortsteil Mettingen war am Mittag noch nicht zu betreten. „Wir gehen von einem tragischen Unglück aus“, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe Hinweise auf eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration im Gebäude.

An dem Wohnhaus standen Rettungswagen, auch ein Fahrzeug eines Gas-Notdienstes war zu sehen. Die Feuerwehr führte Messungen im und am Gebäude durch, sagte die Polizei. Kriminaltechniker inspizierten das Haus.

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung betritt in Esslingen das Haus der Familie

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung betritt in Esslingen das Haus der Familie.

Quelle: dpa

Wie es zu dieser überhöhten Gas-Konzentration kommen konnte, sei noch unklar. Auch ist noch nicht geklärt, wie die Menschen zu Tode kamen. Mit ersten Ermittlungsergebnissen ist laut Polizei nicht vor Ende der Woche zu rechnen.

Giftiges Kohlenmonoxid wird durch defekte Heizanlagen freigesetzt

Immer wieder kommt es zu Unglücken mit Kohlenmonoxid. Erst im Januar hatte sich eine Familie in Ludwigsburg beim Heizen damit vergiftet. Im Januar 2017 starben sechs Teenager an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, nachdem das Gas aus einem defekten Generator in einer Gartenlaube ausgetreten war.

Das sehr giftige Kohlenmonoxid (CO) ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas. Es entsteht unter anderem, wenn Materialien wie Holz, Kohle oder Gas ohne genügend Sauerstoff verbrennen, etwa in geschlossenen Räumen oder bei defekten Heizanlagen. Auch bei der Lagerung von Holzpellets kann CO entstehen.

Gefährlich wird es, wenn Räume schlecht belüftet sind

Auch an Stromaggregaten, die meist mit Diesel oder Benzin betrieben werden, entstehen giftige Abgase wie Kohlenmonoxid. Ein solches Aggregat, das die Versorgung mit Energie unabhängig vom Stromnetz sicherstellt, sollte also nicht in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen genutzt werden.

Kohlenmonoxid blockiert den Transport von Sauerstoff im Blut. Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit - und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.

Von dpa/RND

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