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Panorama Pharrell Williams: „Ich bin der Superdad“
Mehr Welt Panorama Pharrell Williams: „Ich bin der Superdad“
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09:48 10.07.2017
Talentierter Kopf: Pharrell Williams ist der weiß, wie man Hits produziert.. Quelle: Getty Images
Los Angeles

Sein Song machte 2013 die Menschen glücklich – und wohl auch ihn selbst: Mit „Happy“ schaffte es Pharrell Williams zum ersten Mal als Solokünstler auf Platz eins der Charts. Doch das Lied aus dem Animationsfilm „Ich – Einfach unverbesserlich I2“ ist nicht der erste Erfolgssong aus der Feder des Musikgenies: Williams hat zuvor Titel für Größen wie Snoop Dogg, Beyoncé, Justin Timberlake und Madonna geschrieben. Dass er immer noch „happy“ ist, drückt der 44-Jährige mit seinem neuen Song „There’s Something Special“ aus. Ein Wiegenlied, das ihm aus dem Herzen kommt: Schließlich ist Williams junger Vater.

Sie sind Vater von Drillingen. Wie schaffen Sie das?

Ich bin halt Superdad (lacht).

Können Sie die drei auseinanderhalten?

Ja. Sie haben alle ihre eigene Persönlichkeit.

Einer schreit, einer lacht, einer schweigt?

Schön wär’s. Wenn einer schreit, dann machen die anderen beiden mit. Leider. Ich kann nur sagen, dass meiner Frau Helen alle Ehre gebührt. Sie ist eine Kriegerin mit acht Armen. Frauen schaffen es einfach, das Unmögliche möglich zu machen. Wir als Männer können uns einfach nur glücklich schätzen, Frauen in unserem Leben zu haben.

Bei Ihnen scheint es so, als würde Sie nichts aus der Ruhe bringen. Gibt es etwas, was Sie bei anderen überhaupt nicht ausstehen können?

Ja. Wenn ihnen Mitgefühl fehlt.

Sie haben nach der Terrorattacke in Manchester am Benefizkonzert zugunsten der Opfer teilgenommen. Hatten Sie nicht Bedenken um Ihre Sicherheit?

Nein, ich wollte einfach nur helfen. Ich habe Ariana Grande gleich nach dem schrecklichen Ereignis angerufen und wir haben diskutiert, was man machen kann. Sie hat ein wunderbares Event auf die Beine gestellt, das voller Menschlichkeit war. Ich habe die Widerstandskraft und Stärke der Menschen von Manchester körperlich gespürt. Ihre Liebe, die den Hass abschmettert.

„Happy“ war ein Megaerfolg. Bekommt man eigentlich als Musiker Vorgaben, wenn man solch einen Filmsong schreibt, oder denken Sie sich einfach etwas frei aus?

Mir wurde eine klare Struktur vorgegeben, ehe ich den neuen Song geschrieben habe. Und ich bin sehr dankbar dafür. Ich wäre einfach nicht in der Lage, aus der kalten Hose einen Filmsong zu komponieren. So etwas können nur die Allergrößten wie Elton John oder Stevie Wonder.

Wo bekommen Sie sonst Ihre Ideen für Songs her?

Die schießen mir einfach so in den Kopf. Hauptsächlich, wenn ich unter der Dusche stehe. Andere werden zum Singen inspiriert, ich zum Komponieren. Vielleicht, weil das gleichmäßige Rauschen des Wassers meinen Kopf von anderen Dingen frei macht. Keine Ahnung, aber es klappt.

Sie haben in den letzten 15 Jahren von Jay Z bis Britney Spears mit den größten Stars der Branche zusammengearbeitet. Haben Sie dabei auch schlechte Erfahrungen gemacht?

Gar nicht. Aber ich gehe jedes Projekt wie einen Collegekurs an. Jeder Künstler hat seine sehr eigene Art, Musik zu machen. Und ich schätze mich total glücklich, für eine kurze Zeit Teil ihres Universums zu sein.

Sie sind einer der erfolgreichsten Musiker der Gegenwart. Wie schaffen Sie es, auf dem Teppich zu bleiben?

Indem ich niemals vergesse, wo ich herkomme. Und welches Glück ich habe, dort zu stehen, wo ich gerade stehe. Es gibt sieben Milliarden Menschen auf der Erde, die an meiner Stelle sein könnten.

Und Sie mischen auch in der Modewelt mit. Karl Lagerfeld hat sie als ersten Mann überhaupt als Werbemodel für seine Chanel-Handtasche ausgewählt. Wie kam denn diese Zusammenarbeit zustande?

Wir hatten uns bei einer Art Festival getroffen. Ich war da mit meiner Frau, und Karl hat plötzlich angefangen, etwas vor uns auf einen Block zu zeichnen. Es war die Skizze einer Tasche aus Leder und Metall. Er sagte, die würde perfekt zu mir passen. Die wurde dann von Chanel produziert. Ich war begeistert, denn Karl ist einfach der Größte. Und die Chance zu haben, als erster Mann überhaupt mit einer Chanel-Handtasche abgelichtet zu werden – das war ein echter Bonus.

Apropos Fashion, Sie tragen ein Shirt mit Tigern drauf. Hätten Sie so etwas gerne als Kind als Haustier gehabt?

Sie werden lachen, aber ich wollte als kleiner Junge nie ein Tier als Gefährten. Ich habe mir einen Roboter als Freund gewünscht. Mit fünf oder sechs habe ich ständig Roboter gemalt und habe auch wie einer getanzt.

Waren Sie gut in der Schule?

Ich hatte im Schnitt eine Vier und hab an guten Tagen auch mal eine Drei bekommen. Der Lernstoff hat mich einfach nicht interessiert. Die Lehrer waren fantastisch, aber sie mussten uns ja Dinge wie vorgeschrieben beibringen. Dass ich nicht völlig abgerutscht bin, lag allein an meiner Liebe zur Musik. Um am Musikprogramm der Schule teilnehmen zu können, durfte man in keiner anderen Klasse durchfallen. Das hat mich motiviert.

Von Dierk Sindermann/RND

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