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Panorama Personalmangel Ursache für abgesagte Weihnachtsfeier
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00:16 23.12.2017
Dann halt lernen: Die Weihnachtsfeier wurde abgesagt, über die Gründe gab es Verwirrung.   Quelle: Foto: dpa
Hannover

Der Wirbel war groß – und zog durch die ganze Republik. Angeblich wegen des Protestes einer Muslima habe das Lüneburger Johanneum eine Weihnachtsfeier abgesagt. Doch der Fall ist wesentlich komplizierter und liege im wesentlichen im Personalmangel der Schule begründet, erklärte jetzt der Schulleiter des Lüneburger Gymnasiums, Friedrich Suhr.

Christliche Lieder gehören dazu

Unterdessen unterstrich das niedersächsische Kultusministerium, dass Weihnachtsfeiern und auch das Singen christlicher Weihnachtslieder zum Schulalltag in der Vorweihnachtszeit zählten. „Da hat sich aus einer trockenen Pfütze eine Welle entwickelt“, kommentierte Ministeriumssprecher Sebastian Schumacher den kurzzeitig entstandenen Medienhype.

Am Dienstagmittag hatte die Schulleitung Anfragen von Journalisten zum Grund der Absage der Weihnachtsfeier zunächst noch unkommentiert gelassen. Am Dienstagabend erklärte Suhr indes, eine für die Mittelstufe geplante Feier falle wegen eines Personalmangels im Kollegium aus. 

Muslima wollte nicht singen

Allerdings habe sich eine Schülerin im Musikunterricht beschwert, „als eine Lehrkraft das Singen von Weihnachtsliedern ansetzen wollte“. Daraufhin habe er „um eine sensible Handhabung im Pflichtunterricht“ und bei Weihnachtsfeiern gebeten. Dies sei allerdings kein generelles Verbot, christliche Lieder in der Schule zu singen. 

Im Pflichtunterricht jedoch, sagte Suhr der „Lüneburger Landesszeitung“, könne er sich nur Lieder wie das vom „Red Nosed Reindeer“ vorstellen – ein Lied vom rotnasigen Rentier Rudolph, das mit der biblischen Weihnachtsgeschichte nichts  zu tun hat.

Am Donnerstagnachmittag hat das Johanneum erstmals einen Weihnachtsmarkt und ein Weihnachtskonzert veranstaltet – auf Wunsch der Oberstufenschüler , wie der Schulleiter vermerkt.

Schulen entschieden selbst

Nach Auskunft der Landesschulbehörde können die Schulen selbst entscheiden, ob und in welchem Umfang sie eine Weihnachtsfeier während des Unterrichts anbieten. Kultusministeriumssprecher Schumacher sagte, an den fast 3000 allgemeinbildenden Schulen des Landes habe man daher bisher keine Probleme gehabt.

Aus der Landesschulbehörde hieß es, man möge an den Schulen mit glaubensbezogenen Inhalten „maßvoll umgehen“.

Von Michael B. Berger

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