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Panorama Osnabrück ist Niedersachsens Blitzhauptstadt
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21:09 13.07.2017
Von Gabriele Schulte
„Wir liegen zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge“: Die Geografie könnte der Grund sein, warum es in Osnabrück häufig kracht.  Quelle: Friso Gentsch/dpa
Hannover

Nirgendwo sonst im Land gab es so viele Einschläge, wie der von Siemens erstellte Blitzatlas für 2016 ausweist: Die Fachleute zählten dort 297 Erdblitze und damit 2,48 Einschläge pro Quadratkilometer.

Wolfsburg liegt im Ranking mit deutlichem Abstand (1,63 Einschläge pro Quadratkilometer) auf Platz zwei. Die Region Hannover ist auf Platz acht (1,27) ebenfalls weit vorne zu finden.

2016 deutlich weniger Gewitter

Niedersachsen kommt insgesamt im Bundesvergleich mit Platz elf relativ glimpflich davon, Hamburg dagegen führt mit 1,7 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer diesmal die Liste der blitzreichsten Bundesländer an. Es gab dort zwar nicht besonders viele, aber dafür umso intensivere Gewitter.

Für den Blitzatlas wertet der Informationsdienst seit 1999 Daten von Messstationen aus, die Blitze werden über elektromagnetische Felder erfasst. „Dabei zeigen sich von Jahr zu Jahr große Schwankungen“, sagt der Leiter Stephan Thern. So gab es im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Gewitteraktivität, die Zahl der Blitzeinschläge ging bundesweit von 550 000 auf 431 000 zurück. Der Stand von 2016 ist damit der niedrigste seit siebzehn Jahren. Das hänge damit zusammen, dass im normalerweise blitzreichen August nur sehr wenige Gewitter verzeichnet wurden, meint Thern. Ein Jahr zuvor waren dagegen überdurchschnittlich viele Gewitter beobachtet worden.

„Viel aussagekräftiger ist die langfristige Analyse“, sagt Siemens-Sprecher David Petry. Aus den jährlichen Daten seit 1999 haben die Experten ein Langzeit-Ranking erarbeitet. Das Ergebnis ist für Niedersachsen und den Norden insgesamt eher beruhigend: Im Vergleich der Blitzhäufigkeit in bundesweit 403 Kreisen und kreisfreien Städten befinden sich alle niedersächsischen Kommunen im Langzeitranking im hinteren Drittel. Am häufigsten schlug es hierzulande in Goslar (Rang 271), Osterode (282), Schaumburg (292) und Holzminden (303) ein. Hamburg findet sich in der Langzeitliste noch ein gutes Stück weiter hinten auf Platz 356. Spitzenreiter sind Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden am Alpenrand.

Eine Frage der Lage

An Bergen, auch an Mittelgebirgen, stauen sich häufig Gewitterwolken, wie Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst erläutert. „Typisch sind auch Nordwestströmungen“, sagt der Meteorologe. Dennoch sei die Gewitterhäufigkeit noch immer schwer vorhersehbar. So führt diesmal etwa der Landkreis Wesel im Rheinland die bundesweite Blitzliste an, es folgen Aschaffenburg in Bayern und Borken im Münsterland. Die geringste Blitzdichte verzeichneten Flensburg und Frankfurt an der Oder.

Der Blitz-Informationsdienst wendet sich vor allem an Veranstalter von Open-Air-Konzerten und Sportveranstaltungen, an Energienetzbetreiber und an Versicherungen. „Den Veranstaltern liefern wir Vorhersagen“, sagt Leiter Thern. Die Versicherungen dagegen könnten nachträglich anhand der Messergebnisse überprüfen, wo genau ein Blitz eingeschlagen hat.

Auch in Niedersachsens aktueller Blitzhauptstadt Osnabrück könnte die Gewitterhäufigkeit mit der Geografie zu tun haben: „Wir liegen ja zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge“, sagt Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt. Warum sich das erst neuerdings so auswirkt, sei jedoch ein Rätsel. Mehr Sorgen als die Blitze mache der Stadt der Starkregen, der mit den Gewittern einhergeht: „Darunter haben manchmal ganze Viertel zu leiden.“

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