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Panorama Oscar-Akademie berät über Ausschluss von Harvey Weinstein
Mehr Welt Panorama Oscar-Akademie berät über Ausschluss von Harvey Weinstein
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21:50 14.10.2017
Harvey Weinstein (rechts) ist seit 20 Jahren Mitglied der Oscar-Akademie. Ihm könnte nun der Ausschluss drohen. Quelle: imago/UPI Photo
Los Angeles

Die Vorwürfe von sexuellen Belästigungen bis Vergewaltigungen gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein (65) kommen in einer Dringlichkeitssitzung der Oscar-Akademie zur Sprache. Am Samstag wollte der Vorstand des Filmverbands über den möglichen Ausschluss des oscar-prämierten Filmproduzenten beraten.

Das in Vorwürfen beschriebene Verhalten Weinsteins sei „widerlich, abscheulich und gegensätzlich zu den hohen Standards der Akademie und der kreativen Gemeinschaft, für die sie steht“, hieß es zuvor in einem Statement der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die ihren Sitz in Beverly Hills hat.

Mehrfach soll Weinstein Frauen bedrängt haben

Zahlreiche Schauspielerinnen, Models und Mitarbeiterinnen des Produzenten hatten sich in den letzten Tagen mit Vorwürfen gegen Weinstein zu Wort gemeldet, darunter Ashley Judd, Angelina Jolie, Gwyneth Paltrow, Heather Graham, Kate Beckinsale, Cara Delevingne und Léa Seydoux. Die amerikanische Schauspielerin Rose McGowan beschuldigte Weinstein der Vergewaltigung.

Die Schauspielerin Rose McGowan warf Harvey Weinstein Vergewaltigung vor. Quelle: Invision

Eine Sprecherin des Filmproduzenten hatte die Anschuldigungen nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe vor gut einer Woche zurückgewiesen: „Jegliche Vorwürfe von Sex, der nicht in beiderseitigem Einverständnis stattgefunden hat, werden von Herrn Weinstein eindeutig verneint.“

Tom Hanks und Leonardo DiCaprio distanzieren sich vom Produzenten

Prominente Branchen-Kollegen haben sich inzwischen von Weinstein distanziert. Filmstars wie Meryl Streep, Ryan Gosling, Tom Hanks und Leonardo DiCaprio zeigten sich erschüttert über die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe und den Machtmissbrauch des Moguls.

Oscar-Preisträger Michael Moore, der mit Weinstein für seine Dokumentation „Fahrenheit 9/11“ zusammenarbeitete, rief am Freitag in einem längeren Facebook-Eintrag dazu auf, „eine Welt ohne Harveys“ zu schaffen. Moore bezeichnete Weinstein als einen „erfolgreichen Soziopathen“, dem es über Jahre hinweg gelungen sei, Frauen heimlich zu missbrauchen. Er selbst habe nichts von Weinsteins Übergriffen gewusst. Jeder müsse sich nun hinter die Frauen stellen, die den Mut hatten, die Wahrheit über Weinstein zu offenbaren, erklärte Moore.

USE THIS MOMENT TO CREATE A WORLD WITHOUT HARVEYS by Michael Moore Anyone with a flicker of a conscience or a modicum...

Gepostet von Michael Moore am Freitag, 13. Oktober 2017

Der britische Filmverband setzte Weinsteins Mitgliedschaft aus

Von seinem Filmstudio The Weinstein Company (TWC), das er zusammen mit seinem Bruder Bob gegründet hat, ist Harvey Weinstein entlassen worden. Am Mittwoch hatte der britische Filmverband BAFTA Weinsteins Mitgliedschaft ausgesetzt. Das Filmfestival Cannes, wo der Produzent seit Jahren zu den bekanntesten Gästen zählt, zeigte sich in einer Mitteilung „bestürzt“ über die Vorwürfe.

Weinstein ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied der Oscar-Akademie. Seine mit den Miramax-Studios und der Weinstein Company produzierten Filme wurden von der Academy mit über 80 Oscars ausgezeichnet. Fünf davon gewannen den Oscar als bester Film, für „Shakespeare in Love“ gewann Weinstein persönlich den Oscar als bester Produzent.

Von dpa/RND

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