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Panorama Obama veröffentlicht seine Geburtsurkunde
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19:23 27.04.2011
Geboren in Honolulu: Die Geburtsurkunde von US-Präsident Barack Obama. Quelle: dpa

Ein US-Präsident hat eigentlich Besseres zu tun: Doch um dem endlosen Gerangel um seinen Geburtsort ein Ende zu setzen, ließ Barack Obama jetzt seine vollständige Geburtsurkunde veröffentlichen. Das Weiße Haus machte das Dokument am Mittwoch auf seiner Internetseite zugänglich. Laut US-Verfassung dürfen nur geborene Amerikaner Präsidenten werden.

Zugleich trat Obama vor die Presse und machte seinem Ärger Luft:
„Wir haben keine Zeit für solchen Blödsinn“, meinte er an die Adresse radikaler Republikaner, die das Thema immer wieder aufs Tapez bringen. Die Urkunde bestätigt, was ohnehin jeder weiß: Obama ist am 4. August 1961 in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii geboren - und ist somit echter amerikanischer Staatsbürger.

So schroff ist der US-Präsident in seinen zwei Jahren Amtszeit noch niemals gewesen - selbst bei echten Krisen gibt er sich ansonsten konzilianter. „Wir haben Besseres zu tun. (...) Ich habe Besseres zu tun“, schimpfte er vor Journalisten im Weißen Haus. Schließlich gebe es die Krisen in Nahost, die Arbeitslosigkeit und vieles mehr. „Wir haben große Probleme zu lösen.“

Zuletzt war es der Multi-Milliardär und „Baulöwe“ Donald Trump gewesen, der die „Geburtsdebatte“ kräftig angefacht hatte. Trump tourt derzeit durchs Land - und liebäugelt mit einer Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner bei den Wahlen 2012. „Der Präsident glaubte, dass die Aufregung um seine Geburtsurkunde nicht gut für das Land war“, hieß es gar in einer schriftlichen Erklärung der Regierungszentrale.

Der erste schwarze US-Präsident der Geschichte hat einen Vater aus dem afrikanischen Kenia und eine weiße amerikanische Mutter. Er wuchs zeitweise bei Verwandten im US-Bundesstaat Hawaii sowie zeitweise auch in Indonesien auf.

Im Wahlkampf 2008 hatte Obama deshalb schon einmal eine gekürzte Version seiner Geburtsurkunde im Internet veröffentlicht. Doch seine Kritiker hatten keine Ruhe gegeben.

dpa

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