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Panorama Grant Hendrik Tonne hat ersten Auftritt
Mehr Welt Panorama Grant Hendrik Tonne hat ersten Auftritt
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00:17 27.11.2017
Von Saskia Döhner
Schon angekommen im Amt: Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat seine erste Rede vor Lehrern absolviert. Quelle: Philipp Von Ditfurth
Hannover

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat Niedersachsens neuer Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ausgerechnet vor Berufsschullehrern. Mangel ist hier schon seit Jahren Alltag. Die Unterrichtsversorgung liegt im Schnitt unter 90 Prozent, an manchen Standorten sogar nur bei 80. Trotzdem äußert sich der Unmut der Berufsbildenden Schulen nur verhalten. An den den allgemeinbildenden Schulen dagegen gibt es schon bei 98 Prozent Unterrichtsversorgung lautstarken Ärger – vor allem von berufstätigen Eltern, die beinahe täglich das Familienleben neu organisieren müssen.

Für Tonne kommt die richtige Feuertaufe also erst noch. Bei Elternverbänden oder den Philologen. Zum Einstieg gibt es zurückhaltend formulierte Kritik. „Nachwuchsmangel ist unser größtes Problem“, sagt Joachim Maiß, Leiter der Multi-Media-BBS in Hannover und Vorsitzender der Verbandes der Lehrer an Wirtschaftsschulen. Bei dessen Delegiertentagung am Freitag in Hannover hält Tonne seine erste öffentliche Rede als Kultusminister. Er tritt offen, souverän und dialogbereit auf, nicht steif, sondern in seiner Rolle sicher. Verspricht Gespräche mit allen Bildungsverbänden, macht aber auch klar, dass die Lehrer sich nicht mit allen ihren Forderungen durchsetzen werden.

Die nach dem Weihnachtsgeld dürfte wohl unerfüllt bleiben. „Der frühere Finanzminister hat da doch so eine Milliarde Euro gefunden“, sagt ein Zuschauer, „davon könnte man den Lehrern doch Weihnachtsgeld zahlen.“ Tonne lacht, fügt aber hinzu, dass der frühere Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) das Geld natürlich nicht gefunden, sondern durch kluges Wirtschaften eingenommen habe. Und sobald irgendwo Geld übrig sei, kämen auch von überall Begehrlichkeiten, wie man das Geld ausgeben könne. Weihnachtsgeld wird es wohl so bald für Lehrer nicht geben.

Ziel sei aber, eine Gehaltssteigerung für alle Pädagogen. Anfangen will die neue rot-schwarze Regierung erst mal damit, Grundschulleiter auf A 13 hochzustufen. Entlastungsstunden werde er sicher nicht kürzen, betont Tonne. „Was nützt es, Entlastungsstunden zu streichen und damit gleichzeitig Krankheiten zu provozieren?“

Berufsbildenden Schulen stünden zu Unrecht selten im Licht der Öffentlichkeit, sagt Tonne später. Man müsse den Fokus stärker auf sie richten. Das bedeute aber natürlich nicht, dass allgemeinbildende Schulen weniger wichtig seien, schiebt er nach. So spricht ein Mann, der sich mit allen Seiten gut stellen will.

Maiß ist angetan vom dynamischen Minister, der zehn Jahre jünger ist als seine Amtsvorgängerin Frauke Heiligenstadt, aber derselben Partei angehört. Wird jetzt alles besser für den Lehrer? Oder ist es nur alter Wein in neuen Schläuchen? „Es ist ein Neuanfang“, sagt Maiß, „aber genau wird sich das zeigen, wenn wir nicht nur reden, sondern auch handeln.“

Nach einem Großeinsatz der Londoner Polizei an der U-Bahn-Station „Oxford Circus“, scheint sich die Lage wieder beruhigt zu haben. Bei dem Zwischenfall im Zentrum Londons am Freitagnachmittag hat es nach bisherigen Polizeierkenntnissen keine Schüsse gegeben. Der Zugverkehr wurde wieder freigegeben.

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