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Panorama Pistorius: Geht auf die Weihnachtsmärkte!
Mehr Welt Panorama Pistorius: Geht auf die Weihnachtsmärkte!
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10:51 20.12.2016
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Der Anschlag in Berlin, bei dem ein Attentäter einen Lkw über einen Weihnachtsmarkt gesteuert hatte und dabei mindestens zwölf Personen tötete, sei ein Angriff auf "unsere Freude am Leben und unsere Unbekümmertheit" gewesen, so Pistorius: "Es hätte jeden von uns treffen können und das sollte wohl auch die Botschaft der Terroristen an uns sein." Sich davon einschüchtern zu lassen, sei  aber der falsche Schluss. "Denn dann hätten die Terroristen ihr Ziel erreicht." Ähnlich wie die Pariser, die direkt nach den Attentaten vom November 2015 sich bewusst wieder auf der Straße aufgehalten hätten ("Je suis en terrace"), sollten auch die Deutschen und Niedersachsen sich nicht vom Weihnachtsmarktbesuch  abhalten lassen.

Die Polizei werde nun vor Ort die Sicherheitskonzepte überprüfen. Ein flächendeckend einheitliches Konzept könne es nicht geben, dafür seien die Weihnachtsmärkte zu unterschiedlich. Deshalb würden auch nicht überall "Panzersperren und Betonklötze" verlegt werden. Gleichwohl soll die Polizeipräsenz deutlich erhöht werden: Beamte sollen in Schutzwesten patrouillieren und gegebenenfalls auch offen eine Maschinenpistole tragen. Dazu werde es Gefährderansprachen in Niedersachsen geben, bestätigte Pistorius indirekt: "Wir fahren das volle Programm." Aktuell gebe es aber keine konkreten Hinweise auf eine ähnliche Tat in Niedersachsen.

Das Land Niedersachsen hat nach der Todesfahrt in Berlin Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Dies teilte die Staatskanzlei in Hannover am Dienstag mit. Damit reagiert damit reagiert die Staatskanzlei auf die Gewalttat am Vorabendbend auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin. 

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