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Panorama Niedersachsen bei Bildung nur Mittelmaß
Mehr Welt Panorama Niedersachsen bei Bildung nur Mittelmaß
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00:15 22.08.2014
Von Kristian Teetz
Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Niedersachsen landet im aktuellen Bildungsmonitoring der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft nur im Mittelfeld. Im Vergleich der Bundesländer rangiert es auf Platz neun. Am besten schnitten bei der Studie Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg ab. Den Erhebungen des arbeitgebernahen Instituts liegen Daten aus dem Jahr 2012 zugrunde.

„Diese Werte fallen in die Zuständigkeit der alten Landesregierung“, sagt der Staatssekretär des Kultusministeriums, Peter Bräth. „Wir haben seit dem Regierungswechsel sehr viel aufs Gleis gesetzt, um die Bildung in Niedersachsen nach vorne zu bringen.“ Dazu gehörten der Ausbau der Ganztagsschulen, die Finanzierung einer dritten Kraft in Krippen sowie die Bildungsoffensive mit der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren.

Die Studie lobt Niedersachsen für die weit fortgeschrittene Umsetzung des sogenannten Bologna-Prozesses im Hochschulwesen. „Im Studienjahr 2012 waren bereits 82,2 Prozent aller Studienanfänger in Bachelorstudiengängen eingeschrieben“, heißt es in dem Papier. Der Bundesdurchschnitt liege bei 74,5 Prozent. Zudem setzte Niedersachsen pro Student das meiste Geld im Vergleich aller Bundesländer ein.

Verbesserungsbedarf hingegen sieht die Studie, die durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie finanziert wird, bei der Internationalisierung. Das gilt unter anderem für die Zahl der Grundschüler mit Fremdsprachenunterricht. Deren Anteil an der Gesamtzahl der Schüler lag 2012 in Niedersachsen bei 49,9 Prozent, im bundesweiten Durchschnitt hingegen bei 68,9 Prozent.

Außerdem galt Niedersachsen zumindest vor zwei Jahren noch als wenig attraktiver Studienstandort. „In Relation zur Zahl der niedersächsischen Schulabsolventen, die ein Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, zieht Niedersachsen die wenigsten Studienanfänger aus anderen Bundesländern an“, schreiben die Autoren der Studie.

„Die Landesregierung setzt genau da an“, sagt Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. „Wir haben als Erstes die Studiengebühren abgeschafft, um mehr jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen und Niedersachsen als Studienort attraktiver zu machen.“ Zudem sei mit allen Hochschulen des Landes vereinbart worden, die Internationalisierung voranzutreiben.

Staatssekretär Bräth verwies auf den Ganztagsausbau als wichtigste Maßnahme aus dem Bereich Kultus. Dies sei „das Herzstück niedersächsischer Bildungspolitik.“ Bis Ende 2017 sollen laut Bräth rund 260 Millionen Euro in die bessere Ausstattung der bisherigen und künftigen Ganztagsschulen des Landes fließen. Durch die zusätzlichen Ressourcen sei es möglich, künftig verstärkt Lehrkräfte im Ganztagsbereich einzusetzen, Unterricht und außerunterrichtliche Angebote besser miteinander zu verzahnen sowie Schüler individuell zu fördern, sagte der Staatssekretär weiter. „Die Niedersächsische Landesregierung weist zudem den Ganztagsschulen deutlich mehr Lehrerstunden zu.“

Die Platzierungen

1. Sachsen
2. Thüringen
3. Bayern
4. Baden-Württemberg
5. Hamburg
6. Sachsen-Anhalt
7. Hessen
8. Mecklenburg-Vorpommern
9. Niedersachsen 
10. Rheinland-Pfalz
11. Saarland
12. Schleswig-Holstein
13. Bremen
14. Brandenburg
15. Nordrhein-Westfalen 
16. Berlin

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