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Panorama Niedersachsen bekommt ein kleines Stück neue Autobahn
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00:15 29.01.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Hannover

 Im Volksmund heißt sie längst „Nordharzautobahn“: Die von Vienenburg im Landkreis Goslar nach Osten in Richtung Halle (Sachsen-Anhalt) sehr gut ausgebaute Bundesstraße 6. Jetzt soll sie zur Autobahn hochgestuft werden. Es gebe darüber eine schriftliche Bestätigung aus dem Bundesverkehrsministerium, erlärte am Freitag Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann. Darüber freue er sich sehr. „Ich bin überzeugt, dass von der Aufstufung der gesamte Wirtschaftsraum profitieren wird.“

Im Einzelnen werden folgende Streckenabschnitte aufgestuft oder umbenannt:

Aufstufung des Streckenabschnitts der B6 von der Landesgrenze Sachsen-Anhalt bis zum Kreuz Vienenburg (B6/A395) zur A36

Aufstufung des Streckenabschnitts der B6 vom Kreuz Vienenburg (B6/A395) bis zum Kreuz B4/B6 bei Bad Harzburg zur A369

Umbenennung der A395 vom Kreuz Vienenburg bis zum Kreuz Braunschweig Süd zur A 36

Die dafür nötigen Arbeiten sollen nach Angaben des Verkehrsministeriums bis zum Jahresende dauern. Dafür wird allerdings kein Krümel Sand bewegt. Nur die Farbe der Schilder wechselt von Gelb zu Blau. „Es geht im Wesentlichen um eine neue Beschilderung“, bestätigte ein Sprecher von Althusmann. Es gehe darum, die „verkehrstechnische Anbindung des Wirtschaftsstandortes und der Tourismusregion Harz im europäischen Wegenetz“ sichtbarer zu machen. „Wenn man an das Autobahnnetz angeschlossen ist, ist das immer ein Argument für Investoren.“

Der Wunsch, den Harz besser an die Autobahnen anzuschließen, sei aus der Region gekommen. „Die Aufwertung ist ein Gewinn“, findet darum auch Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk. Der CDU-Mann  will aber noch viel mehr: „Ich sehe einen großen Mangel“, sagte Junk am Freitag. „Wir haben von Goslar aus eine exzellente Verbindung nach Osten Richtung Halle und auch eine prima Verbindung nach Norden Richtung  Braunschweig. Aber wenn ich nach Westen zur Autobahn 7 und nach Hannover will, ist das völlig unzulänglich. Eine strategische Verkehrspolitik sieht anders aus.“

 Westlich von Goslar bis nach Langelsheim ist die B82 derzeit nur zweispurig, in manchen Passagen mit einer dritten Überholspur ausgebaut. Von Langelsheim weiter bis zur B248 bei Seesen wird daran derzeit gebaut. Junk stellt sich einen vierspurigen Ausbau bis zur A7 vor, „der dann am besten zur Autobahn aufgewertet wird“. Davon will man aber im Ministeirum nichts wissen. „Ein autobahnähnlicher Ausbau der B82 ist nicht vorgesehen.“

In Hannover hält man andere Projekte für wichtiger: Althusmanns Sprecher nennt vor allem die Küstenautobahn A20 von Westerstede bei Oldenburg bis zur Elbe und die A39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg, die man nun „zügig vorantreiben“ will. Dasslebe gelte für den vierstreifigen Ausbau der E233 zwischen A1 bei Meppen im Emsland und der A1 bei Cloppenburg. Auch der sechsstreifige Ausbau von A1, A7 und A30 bei Osnabrück habe Priorität.

Von Karl Doeleke

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