Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Neustart des Kali-Abbaus wird zur Hängepartie
Mehr Welt Panorama Neustart des Kali-Abbaus wird zur Hängepartie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:45 23.08.2015
In Giesen könnte wieder Kalisalz gefördert werden. Doch vor der Aufnahme sind viele Knackpunkte zu erörtern. Quelle: dpa/Archiv
Giesen/Sarstedt

Es sind so viele, dass ein entscheidender Erörterungstermin mit K+S, Kommunen, Anliegern, Umweltschützern und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geowissenschaften (LBEG) als Genehmigungsbehörde jetzt von September auf November oder Dezember verschoben wurde – die Sichtung der Antragsunterlagen und Stellungnahmen dauert schlicht zu lange.

So geht es unter anderem um die Frage, ob es einen zweiten Kaliberg geben darf. Umwelt- und Bodenschützer sowie viele Anlieger sind dagegen, K+S hält diese Variante für die einzig gangbare Möglichkeit aus wirtschaftlicher Sicht. Umstritten ist zudem, welchen genauen Streckenverlauf die Verbindung von Bergwerk und Fabrik zur Bahnlinie Hildesheim-Lehrte nehmen soll.

Auch die zusätzliche Salzbelastung der Innerste könnte zum Problem werden. K+S kündigt an, nicht mehr Salz einzuleiten, als bisher schon durch den bestehenden Kaliberg in Richtung Innerste gespült wird. Bei einer Informationsveranstaltung in Sarstedt erklärten Vertreter des Unternehmens allerdings, in den ersten sieben Jahren nach einer Inbetriebnahme lasse sich eine „temporäre Verschlechterung“ der Wasserqualität nicht vermeiden.

Erst vor Kurzem hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil zur EU-Wasserrahmenrichtlinie betont, Bauprojekte dürften grundsätzlich nicht zu einer Verschlechterung von Gewässerqualität führen. K+S fürchtet deshalb allerdings nicht um das Giesener Projekt: „Die temporäre Veränderung bewegt sich im Rahmen der Schwankungsbreite der Werte, die wir in der Innerste gemessen haben, seitdem Giesen 1987 stillgelegt wurde“, versichert Pressesprecher Ulrich Göbel.

Innerhalb der niedersächsischen Landesregierung wird das Vorhaben kontrovers diskutiert: Umweltminister Stefan Wenzel sorgt sich um Gewässerqualität und Bodenschutz, Wirtschaftsminister Olaf Lies denkt vor allem an Hunderte Arbeitsplätze und den Erhalt von Bergbau-Knowhow in Niedersachsen nach dem bevorstehenden Betriebsschluss im Bergwerk Wunstorf-Sigmundshall.

Das gesamte Verfahren steht derzeit ohnehin noch unter einem gewissen Vorbehalt: Wie berichtet, will der kanadische Branchenriese Potash das Unternehmen K+S schlucken. Ob Potash an Giesen Interesse hätte, ist indes unklar. Derzeit scheint es allerdings, als könnten die Abwehrversuche von K+S erfolgreich sein.

Panorama Nachnutzung von Hilfskliniken - Was wird aus den Krankenhaus-Bunkern?

Sie sind ein Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges: Neun unterirdische Hilfskliniken in Niedersachsen verschlingen Tausende Euro – und lassen sich kaum nutzen. Was also tun mit den Räumen? Einige Kommunen versuchen, die Bunker als Lagerräume zu vermieten. Denn ein Abriss kommt für die wenigsten infrage.

26.08.2015

Ein 20-jähriger Leipziger soll mit fast einer Tonne Drogen gehandelt haben - von seinem Kinderzimmer aus. Der junge Mann soll über 1000 Käufer gehabt und rund 4 Millionen Euro eingenommen haben. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.

24.08.2015

Victoria Glaser heißt die neue Heidekönigin von Amelinghausen. Am Sonntag übernahm die 22-Jährige die Krone von ihrer Vorgängerin Sophia Wischmann. Die gebürtige Amelinghäuserin ist von Beruf Fotografin und wird die Lüneburger Heide und vor allem ihren Heimatort in den nächsten zwölf Monaten bundesweit repräsentieren.

23.08.2015