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Panorama Neues Museum in Celle zeigt Geschichte der Tapete
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12:16 02.10.2016
Hans-Heinrich Stumpf vom Celler Museum "Wandliebe" präsentiert einen Tapetenkatalog vom Zeichner Janosch. Quelle: dpa
Celle

Tapeten sind weit mehr als Wandbekleidung. Manche werden von namhaften Künstlern entworfen, andere erzählen mit ihren Mustern etwas über den Zeitgeist einer Epoche. Eine Reise durch die Geschichte der Tapete vom 18. Jahrhundert bis heute können die Besucher des vor vier Monaten eröffneten Museums "Wandliebe" in der Celler Altstadt unternehmen.

Museumschefin Marianne Stumpf sammelt seit der Eröffnung ihres Tapetengeschäfts 1969 bemerkenswerte Kollektionen. Das älteste Ausstellungsobjekt ist ein Stück vergoldete Ledertapete aus dem 18. Jahrhundert. Darüber hinaus finden sich Beispiele aus Jugendstil und Bauhaus sowie Kollektionen von Nana-Schöpferin Niki de Saint Phalle, Zeichner Janosch, Maler Otmar Alt oder Modezar Karl Lagerfeld.

"Als allererste Tapete gilt ein Holzschnitt von Albrecht Dürer auf Papier gedruckt", erklärt Stumpf. Die Erzeugnisse vom Anfang des 16. Jahrhunderts seien aber nicht für Wände, sondern für Truhen, Holzkoffer oder Kanzeln bestimmt gewesen. Später wurden Papierbögen aneinandergeklebt, seit etwa 1830 gibt es Rollen. "Wandbekleidung war aber lange nur herrschaftlichen Häusern vorbehalten", sagte Stumpf. Für die Tapeten-Expertin ist das Museum ein Hobby neben dem Geschäft, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Heinrich Stumpf betreibt.

Das Celler Museum "Wandliebe" hat einen größeren Konkurrenten - das "Deutsche Tapetenmuseum" in Kassel. Allerdings ist das Haus in Nordhessen schon seit längerem geschlossen. Das Publikumsinteresse in Celle sei bisher sehr groß, berichtete Marianne Stumpf. "Es kommen viele Gruppen."

lni

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