Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Neuer Prozess um Gruppenvergewaltigung
Mehr Welt Panorama Neuer Prozess um Gruppenvergewaltigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:37 10.01.2018
Knapp zwei Jahre nach der Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg-Harburg müssen sich die mutmaßlichen Täter erneut vor Gericht verantworten. Quelle: dpa
Hamburg

Knapp zwei Jahre nach der Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg hat ein neuer Prozess gegen vier junge Männer und eine Jugendliche begonnen. Nach der Feststellung der Personalien der Angeklagten schloss das Landgericht am Mittwochmorgen auf Antrag der Opferanwältin und der Verteidiger die Öffentlichkeit von der Verhandlung aus, bis das Urteil verkündet wird.

Eine andere Strafkammer hatte die fünf Angeklagten bereits im Oktober 2016 verurteilt, einen zur Tatzeit 21-Jährigen zu vier Jahren Gefängnis, die vier Jugendlichen zu Bewährungsstrafen.

Der Bundesgerichtshof hatte die Urteile des Hamburger Landgerichts teilweise aufgehoben, die Feststellung zum Tatgeschehen jedoch bestätigt. Demnach hatten sich drei Jugendliche und ein junger Mann am 11. Februar 2016 an dem betrunkenen Mädchen vergangen und die Taten in einer Wohnung mit dem Handy gefilmt. Dann hatten sie ihr Opfer frühmorgens bei eisiger Kälte in einem Hinterhof abgelegt. Ein Bewohner wurde auf das schreiende Mädchen aufmerksam und verständigte die Polizei.

Das Landgericht hatte drei Jugendliche wegen gemeinschaftlich begangenen schweren sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person, gefährlicher Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung zu Bewährungsstrafen verurteilt. Eine damals 15 Jahre alte Angeklagte erhielt ebenfalls eine Bewährungsstrafe wegen Beihilfe. Der einzige Erwachsene auf der Anklagebank, ein 21-jähriger Serbe, sollte für vier Jahre ins Gefängnis. Die Jugendlichen hatten die Taten gestanden. Der 21-Jährige hatte den Geschlechtsverkehr mit der 14-Jährigen als einvernehmlichen Sex dargestellt, was ihm das Gericht nicht abnahm.

Der Bundesgerichtshof hat das Landgericht unter anderem aufgefordert, auch den Straftatbestand der Aussetzung zu prüfen. Das ist der Fall, wenn jemand eine Person in eine hilflose Lage und Lebensgefahr bringt. Sollte die Strafkammer das nun bejahen, könnten sich die Strafen verschärfen. In dem Verfahren geht es in erster Linie um den Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person. Der Gesetzgeber bezeichnet diese Straftat inzwischen auch als Vergewaltigung.

Das 14-jährige Mädchen hatte zur Tatzeit unter der Obhut des Jugendamtes gestanden. Eine 15 Jahre alte Mitbewohnerin hatte es mit zu der Geburtstagsfeier in Harburg genommen. Dort tranken die Jugendlichen zum Teil erhebliche Mengen Alkohol, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die 14-Jährige hatte zunächst einvernehmlichen Sex mit einem 16-Jährigen. Als sie anschließend alkoholbedingt widerstandsunfähig war, missbrauchte sie der 21-Jährige, dann die drei anderen jungen Männer.

Als das Mädchen zu schreien begann, legten drei der Angeklagten es kaum bekleidet bei eisiger Temperatur im Hinterhof ab. Die Täter hätten die 14-Jährige wie Müll weggeworfen, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung im Oktober 2016. Im Krankenhaus musste das Mädchen auf der Intensivstation behandelt werden.

Ein Nachbar wurde auf das schreiende Mädchen aufmerksam und verständigte die Polizei.

Von dpa/RND

Mit einem Wettbewerb will das Land Niedersachsen einen neuen Namen für die Hülle von Schwerbehindertenausweisen finden. Hintergrund der Aktion einer 14-Jährigen, die aus ihrem Schwerbehindertenausweis einen „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ gebastelt hatte, weil sie sich diskriminiert fühlte.

06.03.2018

Sie sollten sich eigentlich im Hintergrund tummeln, doch dann übernahm eine Gruppe Lemuren im Zoo von Norfolk die Regie – und machten den jährlichen Beitrag der BBC über die Tierzählung zum Hit im Internet.

10.01.2018
Panorama Das dritte Mal seit 1979 - In der Sahara hat es geschneit

Es ist ein Naturphänomen, das nur selten vorkommt: Schnee in der Sahara. Eigentlich gilt die Sahara als eine der heißesten Wüsten der Welt – doch in der Nacht zu Sonntag fielen in Algerien bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Es ist erst der dritte Winter seit 1979 in dieser Region, in dem Schnee gefallen ist. Doch wie kam es zu der ungewöhnlichen Wetterlage?

10.01.2018