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Panorama Nach Mord an Ehemann nimmt sich Frau im Gefängnis das Leben
Mehr Welt Panorama Nach Mord an Ehemann nimmt sich Frau im Gefängnis das Leben
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15:26 12.04.2011
Nach dem Mord an ihrem Ehemann hat sich eine Frau im Gefängnis in Vechta das Leben genommen. Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Nach dem grausigen Tod eines 71-Jährigen, dessen zerstückelte Leiche in mehreren Plastiksäcken gefunden wurde, hat sich die Ehefrau im Gefängnis im niedersächsischen Vechta das Leben genommen. Sie stand im Verdacht, ihren Mann Anfang März mit einer Axt erschlagen und mit einem Messer zerteilt zu haben, teilte die Stader Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Sie sei am Montagabend gegen 21.00 Uhr tot in ihrer Zelle gefunden worden und hat sich allem Anschein nach mit einem Schal selbst stranguliert.

„Wir haben zwar die Obduktion des Leichnams angeordnet, schließen ein Fremdverschulden nach derzeitigem Erkenntnisstand aber eindeutig aus“, sagte der Sprecher der Stader Staatsanwaltschaft, Kai Thomas Breas. Es habe keine Anzeichen für eine Suizidgefahr gegeben. Die Frau hatte das Verbrechen gestanden, sich jedoch nie eindeutig zu den Motiven der Tat geäußert. Sie soll aber wohl unter ihrem Mann gelitten haben, sagte Breas.

Die 65-Jährige saß wegen des Verdachts des Totschlags in Vechta in Haft. Sie hinterließ einen Abschiedsbrief in russischer Sprache und wählte ihren Todestag offensichtlich bewusst an dem Todestag ihres vor vielen Jahren gestorbenen Sohnes.

Den Erkenntnissen der Ermittler zufolge hatte die 65-Jährige ihren Mann nachts mit einer Axt erschlagen. Todesursache des 71-Jährigen war vermutlich ein Schädelhirntrauma, genau können es die Ermittler aber wegen des Zustands der verstümmelten Leiche nicht mehr sagen. Nachbarn beschrieben das Paar aus Russland, das seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebte, als ruhig und unzertrennlich. Eine Verwandte, der sich die 65-Jährige anvertraut hatte, alarmierte die Fahnder. Kurz darauf wurden die Säcke mit den Leichenteilen im Keller gefunden.

dpa

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