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Panorama Nach Hochwasser müssen Studenten weiter improvisieren
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22:32 02.11.2017
Büros sind nun in Containern untergebracht. Quelle: dpa

 „Wir alle rücken nun etwas mehr zusammen“, sagte der stellvertretende Leiter der Fakultät Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation, Stefan Krankenhagen. Mit dem derzeit nicht nutzbaren Burgtheater fehle das Herzstück des Kulturcampus. „Ähnliches gilt für die Übungsräume in der Musik und die Atelierräume der Kunst“, sagte der Professor.

Das Hochwasser Ende Juli hatte die mittelalterliche Burganlage, in der die Kulturwissenschaftler untergebracht sind, komplett überflutet. Der Schaden liegt in Millionenhöhe. Zum Start des Wintersemesters wurden auf dem Gelände Container mit Büroräumen sowie Toiletten-Container eingerichtet.

Die Sanierung des Gebäudes wird sich mindestens bis zum Sommer 2018 hinziehen. „Wir hoffen darauf, dass es kein komplett verregneter Winter wird, schließlich arbeiten wir hier nun auf einer Baustelle“, sagte Krankenhagen. Ziel sei es, alle Gebäude in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen - zumindest von außen. Es werde schwierig, Hochwasserschutz, Denkmalschutz und spezifische Ansprüche wie etwa Schallschutz für Musikräume unter einen Hut zu bringen.

Hildesheim hatte 1974 als bundesweit erste Universität den Studiengang Kulturwissenschaften eingerichtet. Auf dem Campus lernen rund 1000 Studenten, zu den Instituten zählen Theater, Musik, Populäre Kultur und Literatur. Ziel sei es, sämtliche Schäden bis zum Start des Wintersemesters 2018/19 zu beheben, sagte der Baudezernent der Uni, Thomas Hunold. „Zudem wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Land geplant, wie erneuten Hochwassern durch Maßnahmen wie Deiche effektiv begegnet werden kann.“

Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums werden die Kosten für die Sanierung als Gesamtforderung in den Jahresabschluss aufgenommen und dann vom Land ausgeglichen.

Von dem Sommer-Hochwasser war besonders Südostniedersachsen mit Goslar, Wolfenbüttel und kleineren Orten südlich von Hannover betroffen. Der Landtag hatte im August 50 Millionen Euro für geschädigte Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen bewilligt. Zentrale Bewilligungsstelle ist die NBank, dort sind nach Angaben des Umweltministeriums bereits erste Anträge eingegangen. Zahlen liegen aber noch nicht vor.

Schon länger läuft die Soforthilfe für Hausrat bei Privathaushalten. Hier wurden laut Umweltministerium bisher rund 791 000 Euro bewilligt (Stand 30.10.). Die Soforthilfe soll dazu beitragen, akute Notlagen finanziell zu überbrücken. Pro Haushalt können maximal 2500 Euro beantragt werden.

dpa

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