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Panorama Niedersachsen erwartet die große Elbe-Flut
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09:16 05.06.2013
Niedersachsen bereitet sich auf ein Rekord-Hochwasser vor. Die Pegelstände an der Elbe sollen die Werte aus dem Jahr 2002 wohl möglich übertreffen. Quelle: dpa
Hamburg

An der Elbe in Niedersachsen wird zum Wochenende ein Rekord-Hochwasser erwartet. Die Behörden befürchten, dass die Pegelstände die des Jahrhunderthochwassers von 2002 übersteigen könnten. "Wir müssen uns auf eine sehr, sehr ernste Lage gefasst machen", sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Dienstag in Hannover. Am Abend rief bereits der Landkreis Lüchow-Dannenberg vorsorglich den Katastrophenalarm aus. Grund dafür waren die Prognosen zur steigenden Elbe. Evakuierungen waren nach Angaben einer Sprecherin am Abend aber zunächst nicht geplant.

Nachdem sich die Lage an Aller, Leine und Weser entspannt hat, drohe die Situation an der Elbe nun deutlich bedrohlicher zu werden als das Hochwasser der vergangenen Tage in Niedersachsen, sagte Wenzel. Wann die Elbe ihren Höchststand erreicht, ist bisher unklar. Erwartet wird dies zwischen Donnerstag und Sonntag.

Genauere Prognosen seien diesmal extrem schwierig, sagte Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz. Grund dafür sind die Wassermengen, die aus den Nebenflüssen der Elbe in den Hauptstrom drängen. "Kommen sie alle gleichzeitig oder hintereinander? Das lässt sich nicht sagen. Das hatten wir noch nie, dass wir das so wenig präzise sagen können", erklärte die Staatssekretärin.

In Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg wurde am Dienstagmittag ein Pegelstand von 4,51 Meter gemessen. Für Sonntag prognostiziert das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg einen Wasserstand von 8,00 Meter für die Kleinstadt - etwa einen halben Meter mehr als 2002. Damals stand Hitzacker komplett unter Wasser. Bis Mittwoch der kommenden Woche könnte der Elb-Pegelstand dort sogar noch auf bis zu 8,80 Meter steigen.

Seit dem verheerenden Hochwasser von 2002 wurden fast überall an der Elbe in Deutschland die Deiche erhöht oder fester gemacht. Für Niedersachsen bedeutet das aber auch, dass im Oberlauf der Elbe diesmal weniger Deichbrüche zu erwarten sind und der Strom daher wohl noch massiver auf Niedersachsen zufließen wird als damals.

Kritische Stellen an den Deichen gibt es nach Auskunft der Umweltstaatssekretärin in Niedersachsen noch mehrere. Zum einen ist das Alt Garge, ein Ortsteil von Bleckede im Kreis Lüneburg. Dort ist der neue Deich noch nicht ganz fertig. Problematisch könne die Situation auch im Kreis Lüchow-Dannenberg in Neu Darchau und bei Damnatz etwa zwölf Kilometer vor Hitzacker werden.

Im Kreis Lüneburg wurde am Dienstag Katastrophenvoralarm ausgelöst: Der Katastrophenschutzstab wurde in Rufbereitschaft versetzt. Vertreter der Kreisverwaltung, der Deichverbände, der Feuerwehr, der Polizei und die Bürgermeister der betroffenen Kommunen berieten dort über die aktuellen Hochwasservorhersagen und stimmten Schutzmaßnahmen ab.

Im Kreis Lüchow-Dannenberg wurde nach Auskunft der Staatssekretärin bereits damit begonnen, Deich-Schwachstellen mit Sandsäcken zu verstärken. 400 000 von insgesamt 1,8 Millionen Jutesäcken aus der sogenannten Landessandsackreserve wurden dorthin gebracht. "Wir hoffen, dass wir die Welle so bewältigen können, dass keine Schäden entstehen." Mit dem Katastrophenalarm am Abend wurde nochmal ein neuer Aufruf zum Befüllen von Sandsäcken gestartet.

dpa

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