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Panorama Mini-Grundschulen droht die Schließung
Mehr Welt Panorama Mini-Grundschulen droht die Schließung
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17:13 08.05.2012
Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann sieht in den zurückgehenden Schülerzahlen eine große Herausforderung der Zukunft. Quelle: Archivfoto
Hannover

In Niedersachsen gibt es derzeit 67 Mini-Grundschulen, denen bei einem weiteren Schülerrückgang die Schließung droht. Betroffen sind vor allem das Emsland sowie die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Hameln-Pyrmont. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Diese Schulen haben so wenige Schüler, dass nicht in jedem Jahrgang eine Klasse gebildet werden kann.

„Die zurückgehenden Schülerzahlen gerade im Grundschulbereich stellen Land und Kommunen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen“, sagte Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) am Dienstag der dpa. Es liege zunächst in der Verantwortung der kommunalen Schulträger, die richtigen Antworten auf den Schülerrückgang zu finden. „Landesseitig bieten wir umfassende Beratung und Hilfe an, das Land aber schließt keine Schulen“, betonte der Minister.

Die Zahl der Grundschüler wird landesweit von derzeit 300.000 auf 250.000 in acht Jahren sinken. Viele Mini-Grundschulen schließen sich Schulen in Nachbardörfern an und brauchen dann keinen eigenen Leiter mehr. An 24 weiteren Grundschulen im Land gibt es Kombi-Klassen, in denen etwa Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet werden.

„Pädagogisch könnten etwas größere Grundschulen sinnvoll sein, weil so die Unterrichtsversorgung besser sichergestellt werden kann. Eltern wünschen sich aber eine wohnortnahe Versorgung. Dies gilt es ernst zu nehmen“, sagte Althusmann. Vielerorts kämpfen Elterninitiativen für den Erhalt ihrer Mini-Grundschulen.

In dem Dorf Altenhagen zwischen Hannover und Hameln beispielsweise wird die Grundschule im Sommer geschlossen. Die 27 Schüler müssen sich dann mit dem Bus zu einer anderen Grundschule bringen lassen. Die Elternvertreterin Gisela Starke sagte: „Die Stadt Springe will daran sparen. Man hat schon Angst, dass jetzt das ganze Dorf stirbt.“

Die kleine Grundschule in Tripkau am nördlichen Elbufer (Landkreis Lüneburg) hofft weiterhin auf eine Ausnahmegenehmigung des Landes, um 24 Schüler in zwei Kombi-Klassen zu unterrichten - denn eigentlich ist bei so wenigen Schülern nur noch ein Lehrer vorgesehen. Für die Gemeinde Amt Neuhaus habe der Erhalt der Außenstelle Tripkau oberste Priorität, berichtete die Leiterin der örtlichen Grundschule, Hilde Witte. „Hier funktioniert es sehr gut. Wir hoffen, dass es so weitergeht.“ Die Ausnahmegenehmigung gilt nach Ministeriumsangaben auch nur bis 2013.

dpa

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