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Panorama Mindestens vier Tote bei Fährunglück
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11:28 21.12.2017
Auf den inselreichen Philippinen sind Fähren ein wichtiges Transportmittel. Quelle: dpa
Manila

Auf den Philippinen ist eine Fähre mit mehr als 200 Menschen an Bord verunglückt. Dabei sind mindestens vier Menschen ertrunken. Das Schiff namens „Mercraft 3“ sei von der Stadt Infanta östlich von Manila unterwegs zur Insel Polillo gewesen, sagte der Sprecher der Küstenwache, Armand Balilo, am Donnerstag. Die Fähre sei in schweren Wellengang geraten und sinke. Küstenwache und Fischer seien zu einer Rettungsaktion aufgebrochen. Auch Militär und Marine könnten beteiligt werden. Rettungsmannschaften suchten in Gewässern nahe dem Ort Dinahican etwa 74 Kilometer östlich der Hauptstadt Manila nach Vermissten.

Zur Unglücksursache gab es noch keine genauen Angaben. Die Fähre sei aber von hohen Wellen erfasst worden, teilte die Küstenwache mit. Die Region wird derzeit vom Tropensturm Kai-Tak heimgesucht. Die Fähre war auf der Fahrt zur Insel Polillo.

Tropenstürme erschweren Fährfahrten

Der Überlebende Donel Jade Mendiola sagte dem Radiosender DZMM, beim Ablegen sei das Wetter noch gut gewesen. Nach etwa zwei Stunden seien jedoch starker Wind und hohe Wellen aufgekommen. „Das Schiff ist gestoppt und hat damit begonnen, Wasser an der Bugseite aufzunehmen. Die Passagiere sind auf eine Seite gerannt und das Fähre begann zu sinken“, sagte er.

Die Philippinen bestehen aus mehreren Tausend Inseln, weshalb Fähren ein wichtiges Transportmittel sind. Für Schiffsunglücke sind nicht nur Taifune verantwortlich, sondern auch schlecht gewartete Fähren und kaum durchgesetzte Vorschriften. 2015 kenterte eine Fähre zwischen der Insel Leyte und den Camotes-Inseln. Dabei kamen mehr als 50 Menschen ums Leben.

Von RND/dpa/AP

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