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Panorama El Chapo ist wieder Staatsfeind No. 1
Mehr Welt Panorama El Chapo ist wieder Staatsfeind No. 1
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22:52 14.07.2015
Mexikos Sicherheitskräfte suchen fieberhaft nach El Chapo. Für Hinweise wurde eine Belohnung von umgerechnet 3,5 Millionen Euro ausgesetzt. Quelle: afp
Chicago

Nach der spektakulären Flucht von Joaquín Guzmán aus einem Hochsicherheitsgefängnis hat eine US-Organisation den mexikanischen Kartellchef erneut zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt. Der Titel wird von der Organisation Chicago Crime Commission (CCC) vergeben. Vor El Chapo, wie Guzmán auch genannt wird, war nur der legendäre US-Gangster Al Capone in den 1930er Jahren als Staatsfeind Nummer 1 deklariert worden (Foto: dpa).

"Guzmáns Sinaloa-Kartell ist der wichtigste Drogenlieferant in Chicago. Seine Leute importieren große Mengen Rauschgift in die Region und schicken Millionen Dollar an Drogengelder zurück nach Mexiko", sagte Kommissionspräsident J.R. Davis am Dienstag. In den etwa 100.000 Mitgliedern von Straßengangs in Chicago und Umgebung habe das Verbrechersyndikat willfährige Helfer gefunden.

3,5 Millionen Euro Belohnung

Die CCC hatte El Chapo bereits 2013 zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt. "Verglichen mit Guzmán war Al Capone ein Anfänger", sagte Davis damals. Nach der Festnahme des Drogenbosses im vergangenen Jahr wurde er vorläufig von der Liste gestrichen.

Guzmán, zeitweise der meistgesuchte Verbrecher der Welt und milliardenschwerer Chef eines weltumspannenden Drogenkartells, war am Samstagabend durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel unter seiner Zellendusche aus dem Gefängnis getürmt – obwohl seine Zelle rund um die Uhr mit Videokameras überwacht wurde und er zudem eine elektronische Fessel trug.

Die mexikanische Regierung hat umgerechnet 3,5 Millionen Euro Belohnung auf Hinweise zu seiner Ergreifung ausgesetzt. Zwei Tage nach Guzmáns Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis wurden zudem der Gefängnisdirektor und der Chef der Strafvollzugsbehörde gefeuert. Der Drogenboss müsse bei seiner Flucht Helfer unter den Gefängnismitarbeitern gehabt haben, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Montag (Ortszeit).

dpa/afp

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