Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Messi erfüllt afghanischem Jungen größten Wunsch
Mehr Welt Panorama Messi erfüllt afghanischem Jungen größten Wunsch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:12 14.12.2016
Für einen Jungen wird ein Traum wahr: Murtaza traf sein Idol Messi (l.) und durfte als Einlaufkind mit dem FC Barcelona ins Stadion.   Quelle: EPA
Doha

Der argentinische Fußball-Weltstar Lionel Messi hat einem seiner größten Fans einen Herzenswunsch erfüllt: Der fünfmalige Weltfußballer (29) besuchte den sechsjährigen Murtaza Ahmadi aus Afghanistan, der Anfang des Jahres mit einem aus Plastiktüten gebastelten Messi-Trikot Berühmtheit erlangt hatte. Messi nutzte dafür eine Reise seines Klubs FC Barcelona nach Doha.

Ende Januar waren Bilder des kleinen Fußballfans Murtaza aufgetaucht, auf denen der Junge in einer blau-weiß gestreiften Plastiktüte Fußball spielt – weil das Geld für ein Trikot nicht reichte. Quelle: AFP

Das Treffen wurde von den Organisatoren der WM 2022 in Katar organisiert. „Ich bin froh, dass ich meinen Helden getroffen habe. Ein Traum ist wahrgeworden“, wurde Murtaza von den WM-Organisatoren zitiert. Diese hatten das Treffen mitarrangiert und davon Bilder via Twitter veröffentlicht. „Das Bild, auf das die Welt gewartet hat“, hieß es dort. Murtaza durfte Messi später bei Barcas Testspiel gegen den Klub Al-Ahli als Einlaufkind begleiten. Das Treffen machte Murtaza so glücklich, dass er sein Idol gar nicht mehr loslassen wollte, wie Messi auf Twitter schrieb.

Murtaza soll der „Messi von Afghanistan“ werden

Der Junge war Anfang des Jahres über Nacht berühmt geworden, nachdem Fotos von ihm in einem Fan-Hemd aus Plastiktüten im Internet aufgetaucht waren. Vater Mohammad Arif, ein Bauer aus der afghanischen Provinz Ghazni, hatte seinem Sohn den Traum von einen Original-Trikot nicht erfüllen können und deshalb improvisiert: „Er hat so oft nach einem Trikot gefragt, aber es ist zu teuer für mich.“ Auf den Rücken hatte Murtazas Bruder Homajun mit einem Textmarker Messis Namen und Nummer geschrieben und Fotos von seinem derart ausgestatteten kleinen Bruder ins Internet gestellt.

Presse-Termin vor dem Spiel: Murtaza trifft sein Idol, den Fußballspieler Messi. Quelle: afp

Messi schickte daraufhin dem damals Fünfjährigen über das UN-Kinderhilfswerk Unicef echte Trikots. Murtazas Vater Mohammed Aif Ahmadi sagte damals, er wolle, dass sein Sohn „der Messi von Afghanistan“ werde. Allerdings erhielt Murtazas Familie nach dem Medien-Wirbel Drohanrufe, so dass sie sich zur Flucht aus Afghanistan entschloss.

Von afp/sid/RND