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Panorama Auch Gutachten liefert keine Todesursache
Mehr Welt Panorama Auch Gutachten liefert keine Todesursache
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00:18 15.12.2017
Soldaten in der Grundausbildung des Panzergrenadierlehrbataillon stehen auf dem Truppenübungsplatz bei Munster.  Quelle: dpa
Lüneburg

 Das für die Staatsanwaltschaft Lüneburg angefertigte chemisch-toxikologischen Gutachten liefert den Ermittlern keine Erklärung für den Tod des 19-Jährigen am 29. Juli. 

Zehn Tage zuvor waren bei Märschen im Ausbildungszentrum Munster im Heidekreis vier Offiziersanwärter kollabiert. Einer von ihnen starb später, im Universitätsklinikum Eppendorf, einer liegt noch immer im Krankenhaus, zwei haben eine Reha hinter sich. Die vier Soldaten hatten bei sommerlichen Temperaturen und ohne schweres Marschgepäck einen Hitzschlag erlitten.

Weil auch eine Untersuchungskommission des Heeres bisher keine plausible Erklärung für die schweren Folgen der Märsche finden konnte, hatte es verschiedene Spekulationen über die Ursachen gegeben. Unter anderem war von Drogen und Aufputschmitteln die Rede gewesen.

Dafür gibt es nach dem medizinisch-toxikologischen Gutachten im Fall des toten Rekruten jetzt keinen Raum mehr. „Aus dem Gutachten ergibt sich kein konkreter Hinweis darauf, dass die Einnahme von Fremdubstanzen ursächlich für das tödliche Geschehen war“, sagte am Dienstag der Lüneburger Staatsanwalt Jan Christoph Hillmer. 

 Das am Dienstag bekannt gewordene chemisch-toxikologische Gutachten ist eine Art Zwischenbericht. Noch immer steht ein rechtsmedizinisches Gutachten aus, das weiter Aufklärung über die Todesursache geben soll. Es wird Ende Januar erwartet. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg untersucht den Tod des 19-Jährigen Rekruten. Bisher gibt es allerdings keine förmlichen Ermittlungen.

Von Karl Doeleke

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