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Panorama Die Sonnenforscher ziehen nach Göttingen
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19:56 03.02.2014
„Auf dem modernsten Stand der Technik“: Institutsdirektor Christensen.Niemann Quelle: Niemann
Göttingen

Zwei Kirchen, ein Feuerwehrhaus, eine Mehrzweckhalle, ein Sportplatz, eine historische Mühle - der 1700-Einwohner-Ort Lindau im Landkreis Northeim ist kein besonders spektakuläres Fleckchen Erde. Vielen Wissenschaftlern auf der ganzen Welt ist Lindau jedoch ein Begriff. Mehr als 60 Jahre lang haben Wissenschaftler von hier aus den Weltraum erforscht und zahlreiche Raumfahrtmissionen mitentwickelt. Jetzt endet diese Ära: Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) siedelt nach Göttingen um. Gestern haben die Mitarbeiter ihr neues Institutsgebäude bezogen.

Der 50 Millionen Euro teure Neubau am Nordcampus der Universität Göttingen ist ganz auf die Anforderungen der Weltraumforscher zugeschnitten. „Unsere Labors und Testeinrichtungen sind jetzt auf dem modernsten Stand der Technik“, freut sich der geschäftsführende Direktor des MPS, Prof. Ulrich Christensen. Besonders erleichtert sind die Wissenschaftler darüber, dass der Bau planmäßig fertig geworden ist und der Umzugstermin eingehalten werden konnte. Die Max-Planck-Forscher haben den größten wissenschaftlichen Anteil an der spektakulären Rosetta-Mission und müssen nun unter Hochdruck die im November geplante Landung auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko vorbereiten. „Wir mussten den Neubau und den Umzug zeitlich so planen, dass die Instrumente, die wir für die Tests benötigen, rechtzeitig betriebsbereit sind.“

Schon während der Bauphase waren einzelne Bereiche in das neue Gebäude verlagert worden. Am vergangenen Freitag begann dann der Umzug der Büros. Alle Wissenschaftler wurden in eine Art Zwangsurlaub geschickt, damit das Umzugsunternehmen freie Hand hatte. Insgesamt wurden mehr als 500 Fuhren, darunter mehrere Schwertransporte, von Lindau nach Göttingen geschafft. Allein die Buchbestände der Bibliothek umfassen rund 1500 laufende Meter.

Was aus dem alten Gebäude in Lindau wird, ist noch unklar. Dass ein so kleiner und abgelegener Ort wie Lindau nach dem Zweiten Weltkrieg Standort eines Forschungsinstituts wurde, hatte vor allem einen Grund: Damals beschäftigten sich die Wissenschaftler vor allem mit der Ionosphäre, jenem Teil der Erdatmosphäre, der in den interplanetaren Raum übergeht. „Für diese Forschungen brauchte man eine Region, in der möglichst wenig Flugverkehr herrscht“, erläutert Institutssprecher Norbert Krupp. Da Lindau nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze liegt, fanden die Forscher hier optimale Bedingungen vor.

Inzwischen hat das Institut ganz andere Forschungsschwerpunkte. Vor allem aber ist der interdisziplinäre Austausch immer wichtiger geworden. Der Neubau liegt nur wenige Meter vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen entfernt. Das Institut kann nun seine Zusammenarbeit mit der Universität ausbauen und auch die wissenschaftliche Infrastruktur mitnutzen.

Heidi Niemann

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