Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Mann wegen Mord an Ex-Freundin vor Gericht
Mehr Welt Panorama Mann wegen Mord an Ex-Freundin vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:02 01.09.2014
Quelle: Archiv (Symbolbild)
Braunschweig

Nach dem Martyrium einer getöteten 64-Jährigen hat am Landgericht Braunschweig der Prozess gegen ihren Ex-Freund begonnen. Der 65 Jahre alte Braunschweiger muss sich seit Montag wegen Mordes und zweifacher Vergewaltigung verantworten. Er soll seit mehreren Jahren eine Beziehung mit dem Opfer gehabt haben.

Die Frau war im März mit massiven Stichverletzungen im Gesicht vor ihrer Wolfsburger Wohnung gefunden worden. „Das war eines der von meiner Empfindung her grausamsten Dinge, die ich je erlebt habe“, sagte ein altgedienter Polizist, der kurz nach dem Gewaltverbrechen am Tatort eingetroffen war, dem Gericht. Die Frau sei so zugerichtet gewesen, dass Erste-Hilfe-Maßnahmen nur schwer möglich gewesen seien. „Im Kopfbereich konnte man nichts machen. Wo sollte man anfangen, wo sollte man aufhören?“, sagte der Beamte. Eine solche Tat sei nur mit enormem Hass möglich.

Ein psychiatrischer Gutachter beschrieb den Angeklagten als einen einfachen Mann mit vielen Problemen, der nicht wirklich lesen und schreiben könne. „Er hat es aber immer irgendwie geschafft, sich da durchzulavieren“, sagte der Gutachter. Seit gut 20 Jahren habe der Angeklagte nicht mehr richtig gearbeitet und sein Geld nach eigenen Angaben oft verspielt. Seine Freundin habe sich aber um ihn gekümmert, Wäsche gewaschen und die Finanzen verwaltet.

Laut Anklage hatte die getötete Frau die Beziehung zu dem mutmaßlichen Täter Anfang des Jahres lockern wollen und ihm Besuche in ihrer Wohnung untersagt. Der 65-Jährige habe die Frau dann unter der Androhung, sie und ihre Familie zu erschießen, im Januar vergewaltigt. Rund drei Wochen später sei es zu einer weiteren Vergewaltigung gekommen. Im März soll sich der Mann entschlossen haben, die Frau zu töten. Das Motiv: Er habe es nicht mehr für möglich gehalten, die Beziehung fortzusetzen.

Die Anklage wirft ihm vor, der 64-Jährigen vor deren Wohnung aufgelauert und sie dann heimtückisch und grausam umgebracht zu haben. Er habe hauptsächlich ihr Gesicht malträtiert und dabei ein Auge durchstochen. Die Frau soll auf dem Weg zu ihrer Wohnung noch mit ihrem Vater telefoniert haben. Ob dieser am Telefon die Tat mitverfolgen musste, blieb zunächst unklar.

Die Frau starb am Tag nach der Attacke an ihren massiven Schnitt- und Stichverletzungen. Der Angeklagte äußerte sich zunächst nicht. Das Gericht setzte insgesamt sechs Verhandlungstage an.

dpa

Panorama „Abscheulicher Eingriff in die Privatsphäre“ - Nacktfotos von Hollywood-Stars ins Netz gestellt

Schock in Hollywood: Erneut klaut ein Hacker private Bilder von jungen Promi-Frauen und stellt sie ins Netz. Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence will jeden belangen, der die Fotos von ihr postet.

01.09.2014
Panorama Beinfreiheit im Flugzeug - Revierkämpfe über den Wolken

Wie viel Enge erträgt ein Fluggast? Wenn der Vordermann die Rückenlehne zu weit verstellt, kann es schon mal hitzig werden. Der Streit um die Beinfreiheit führt neuerdings sogar zu Notlandungen.

Stefanie Gollasch 01.09.2014

Fast keine offizielle Feier in Niedersachsen findet ohne VW statt - beim Fest am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Hannover ist dies nicht anders und sogar besonders wichtig. Denn viele andere einst spendable Unternehmen haben abgesagt.

23.09.2014